Do., 15.12.2022 , 11:55 Uhr

Tännesberg

Baumeister gesucht und in Tännesberg gefunden

„Baumeister gesucht“. Im katholischen Kinderhaus St. Martin in Tännesberg durften sich die Vorschulkinder mit Harry Hammer als Handwerker versuchen.

Einmal wie die Großen mit einer echten Säge hantieren, mit einem richtigen Hammer ein paar Nägel einschlagen oder mit der Holzraspel einen Holzklotz bearbeiten. Beim Programm „Baumeister gesucht“ können sich schon die Jüngsten einmal als Handwerker versuchen. Seit acht Jahren tourt dieses Programm der bayerischen Bauwirtschaft durch die Kindergärten und Kitas in Bayern und hat jetzt im katholischen Kindergarten St. Martin in Tännesberg Station gemacht.

Es ist nie zu früh Kindern zu zeigen, wieviel Spaß es machen kann, etwas mit eigenen Händen zu bauen. Und dass es den Vorschulkindern im Kinderhaus St. Martin so richtig Spaß gemacht hat, mit echtem Werkzeug etwas selbst zu bauen, war deutlich zu sehen. Mit Feuereifer sägten feilten und hämmerten die 12 Jungs und Mädchen an den Werkbänken.

Das Programm „Baumeister gesucht“ ist initiiert von der bayerischen Bauwirtschaft und wird unterstützt vom bayerischen Bauministerium. Vor vier Jahren wurde es als besonders gelungene Bildungsmaßnahme vom Familienministerium prämiert. Nicht Bob sondern Harry Hammer heißt der Baumeister, der in Tännesberg zu Gast war. Der Pädagoge vom Institut für innovative Bildungskonzepte in München bringt den Kindern den richtigen Umgang mit dem Werkzeug bei.

Der neue Werkraum des frisch erweiterten und sanierten Kinderhauses St. Martin ist aber nicht nur an einem Baumeistertag gut besucht. Die Kinder machen im Vorschuljahr einen eigenen Werkbankführerschein. Denn handwerkliches Arbeiten ist fester Bestandteil des Konzepts des Kinderhauses, so Manuela Hinkel, die Leiterin Kinderhauses St. Martin.

Dass Tännesberg eine Station der mobilen Bildungsinitiative geworden ist, ist dem Engagement des örtlichen Bauunternehmens Hartinger Tiefbau zu verdanken. Tanja Bäuml, die Tochter des Seniorchefs, hatte die Idee, sich als Patin für das Programm zu bewerben. Denn Nachwuchswerbung kann nie früh genug beginnen und der Plan scheint zumindest hier auch aufzugehen. Gerade in der Baubranche mangelt es an Nachwuchs.

Zur Stärkung gabs dann natürlich eine echte Baumeister-Brotzeit – Leberkässemmeln für alle und Geschenke. Die Jungs und Mädels des Kinderhauses St. Martin hatten jedenfalls jede Menge Spaß am Baumeistertag und liebe Mamis – kein Angst: Die Finger sind alle noch dran.

(db)

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