Die Diskussion um die Zukunft der Bergwirtschaft auf dem Amberger Mariahilfberg geht in die nächste Runde. CSU und Junge Union haben am Wochenende beantragt, die Ausweisung eines Sanierungsgebiets zeitnah prüfen zu lassen.
Oberbürgermeister Michael Fritz von den Freien Wählern stellte daraufhin klar, dass eine entsprechende Prüfung durch die Stadtverwaltung bereits laufe.
Nun hat auch Bayerns Bauminister Christian Bernreiter gegenüber OTV bestätigt, dass sich durch die Ausweisung eines Sanierungsgebiets neue Fördermöglichkeiten ergeben könnten.
Förderung nur für Sanierungsmaßnahmen
Eine Förderung sei jedoch nur für Sanierungsmaßnahmen des Bestandsgebäudes und der öffentlichen Toilettenanlage möglich. Für einen Neubau gebe es im Rahmen der Städtebauförderung hingegen keine finanzielle Hilfe des Bauministeriums.
Damit dürfte entscheidend sein, welche Bestandteile eines künftigen Projekts als Sanierung und welche als Neubau eingeordnet werden. Das frühere Konzept sah neben der Instandsetzung der historischen Gaststätte auch einen Hotelanbau und einen Veranstaltungssaal vor.
Ob und in welchem Umfang die einzelnen Maßnahmen tatsächlich förderfähig sind, muss die laufende Prüfung zeigen. Eine konkrete Förderzusage oder Fördersumme gibt es bislang nicht.
Steuerliche Vorteile für Investor möglich
Neben möglichen Zuschüssen könnten sich durch ein förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet auch steuerliche Vorteile bei bestimmten Sanierungsmaßnahmen ergeben. Davon könnte unter bestimmten Voraussetzungen auch ein privater Investor profitieren.
Als möglicher Partner steht weiterhin der Amberger Unternehmer Michael Fellner im Raum. Er hatte bereits vor mehreren Jahren geplant, die historische Bergwirtschaft zu sanieren und das Areal um ein Hotel sowie einen Veranstaltungssaal zu erweitern.
Im Oktober 2024 legte Fellner das Projekt jedoch wegen fehlender Wirtschaftlichkeit auf Eis. Als Gründe wurden unter anderem gestiegene Baukosten, das schwierige Zinsumfeld und wiederholte Umplanungen genannt.
Fellner: Prüfung nur einer von mehreren Bausteinen
Sollte der Mariahilfberg den Status eines Sanierungsgebiets erhalten, wäre Fellner nach bisherigen Aussagen grundsätzlich wieder bereit, sich mit dem Projekt zu beschäftigen.
Auf Nachfrage von OTV erklärte der Unternehmer am Mittwoch, dem 22. Juli 2026, die laufende Prüfung sei einer von mehreren notwendigen Bausteinen. Bis zu einer möglichen Umsetzung gebe es noch einiges zu klären.
(bg)
Hier geht’s zu unserem ursprünglichen Bericht über die Bergwirtschaft-Pläne.