Mo., 12.08.2024 , 09:53 Uhr

Etzelwang

Blick hinter die Kulissen im Integra Wohnheim für Suchtkranke

Jeder zehnte Deutsche ist suchtkrank. Viele wollen das ändern und suchen sich Hilfe. In Etzelwang wird ihnen im Integra Wohnheim für Suchtkranke geholfen. Wir haben uns da mal umgesehen.

Lydia Wölfel strickt Socken. Für ihre Kinder und Enkel. Zu denen hat sie inzwischen mühsam wieder einen Kontakt aufgebaut. Seit Jahren kämpft sie nämlich gegen eine Alkoholsucht. Ihren ersten Vollrausch hatte sie schon mit 13 Jahren.

Lydia Wölfel strickt aber auch Socken für Mitbewohner. Mitbewohner im Integra Wohnheim in Etzelwang. 24 suchtkranke Menschen wohnen hier – 19 Männer, fünf Frauen. Sie werden hier therapiert und sie lernen, wieder einem geregelten Ablauf nachzugehen. Und dazu gehört Arbeit. Für den Fürther Spielwarenhersteller Bruder fertigen sie hier zum Beispiel Spielzeugautos.

Rückfälle bleiben auch hier in Etzelwang nicht aus. Lydia zum Beispiel hat das Heim schon mal für dreieinhalb Jahre verlassen. Dann erlebte sie wieder einen Rückfall. Daniel Götz dagegen ist abstinent seit er hier ist. Und das ist seit mehr als fünf Jahren so. Er nahm Drogen, harte Drogen.

Bis zu 18 Jahre im Wohnheim

Heute ist Daniel 41 Jahre alt. Er erzählt uns seine Geschichte ohne Verharmlosung. Denn er ist clean. Auch dank seiner Zeit hier im Wohnheim.

Manche verlassen das Heim schon wieder nach einem Jahr. Andere bleiben lange hier. Der Rekord aktuell: 18 Jahre.

Eine ausführliche Reportage über das Integra Wohnheim strahlt OTV am 26. August in „Mein Landkreis Amberg-Sulzbach“ aus.

(mz)

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