Mi., 12.08.2020 , 13:48 Uhr

Burglengenfeld: Illegale Müllentsorgung wird zum Problem

Den Burglengenfelder Stadtwerken reicht es – oder besser, stinkt es: illegal entsorgter Müll. Besonders im Sommer zieht Müll auf der Straße oder neben dem Abfallkorb Ungeziefer an und beginnt, unangenehm zu riechen. Bereits seit einigen Jahren ist unachtsam weggeworfener Abfall ein Problem in der Stadt. Für die Bauhof-Mitarbeiter wird die Arbeit so zur Sisyphusaufgabe.

Abfall auf dem Boden und Plastik in der Grünanlage – für Albert Stockinger vom Burglengenfelder Bauhhof leider ein täglicher Anblick. Er und seine Kollegen sind momentan häufiger als üblich für die Müllentsorgung unterwegs – denn oft wird Müll im Stadtgebiet da hingeworfen, wo er nicht hingehört. Etwa 230 städtische Abfallkörbe und 21 Hundekotstationen gibt es in Burglengenfeld. Trotzdem wird Müll häufig einfach auf die Straße geworfen oder Hausmüll illegal abgestellt, zum Beispiel neben Altglascontainer.

Müllentsorgung frisst zu viel Zeit
Ein Problem, dass die Stadtwerke nicht erst dieses Jahr beschäftigt, so Vorstand Friedrich Gluth. Über die vergangenen Jahre sei es tendenziell schlimmer geworden. Die Bereitschaft der Menschen, ihren Müll richtig zu entsorgen, scheine zu sinken. Häufig werde Müll auch einfach aus dem Autofenster geworfen.

Das beeinträchtige nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Mitarbeiter des Bauhofes. Denn die Beseitigung von Hausmüll ist eigentlich nicht ihre Aufgabe. Sie müssen sich unter anderem um die Pflege von etwa 200.000 Quadratmetern Grünanlagen kümmern, so Leiter des Bauhofes, Jürgen Stegerer. Die Zeit, die für die Entsorgung von illegalem Müll aufgewendet werden muss, fehle bei der Bewältigung der restlichen Aufgaben.

Etwa 2.000 Arbeitsstunden und 14.000 Euro hat die Müllentsorgung die Stadtwerke 2019 gekostet. Der Appell lautet deshalb: Abfall bitte nur dort entsorgen, wo er hingehört – den Bauhof-Mitarbeiten, der Umwelt und der ganzen Stadtgemeinschaft zuliebe.

(az)

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