Der sogenannte Champagner‑Prozess in Weiden steuert auf sein Ende zu. Am heutigen Nachmittag soll das Urteil fallen. Zuvor hat Staatsanwalt Christoph‑Alexander May eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren für den Angeklagten Theo G. gefordert. Nach Überzeugung der Anklage soll er für jene präparierte Champagnerflasche verantwortlich sein, die 2022 in einem Weidener Restaurant ausgeschenkt wurde. Statt Schaumwein befand sich darin flüssiges MDMA. Ein Gast kam dadurch ums Leben und sieben weitere Menschen erlitten schwere Vergiftungen.
Trotz der hohen Forderung der Staatsanwaltschaft gilt ein Freispruch weiterhin als möglich. Bereits im Februar hatte das Gericht erhebliche Zweifel an der zentralen Belastungsaussage geäußert und den Haftbefehl aufgehoben. Im Laufe des Tages wird nun die Verteidigung ihr Schlussplädoyer halten.
(lb)