Mo., 28.02.2022 , 16:15 Uhr

Weiden

Champagner-Tragödie: Weiterer Fall in den Niederlanden

Auch in den Niederlanden ist eine mit liquid Ecstasy vergiftete Champagnerflasche aufgetaucht. Die Polizei ermittelt nun auch mit den dortigen Behörden.

Nachdem es am vergangenen Wochenende auch in den Niederlanden einen Fall einer mit liquid Ecstasy vergifteten Champagnerflasche gegeben hatte, warnte die Polizei heute vor dem Kauf von 3-Liter-Flaschen im Internet. Wie im Weidener Fall ist die Flasche via Internet bestellt und gekauft worden. Die Flüssigkeit unterscheide sich deutlich von einem Champagner, so Andrea Meier vom Polizeipräsidium in Regensburg.

Liquid Ecstasy sei rot-bräunlich und rieche nach Anis. Ferner perle die Flüssigkeit nicht, weil keine Kohlensäure vorhanden sei. Laut Andrea Meier seien die deutschen mit den niederländischen Polizeibehörden in Kontakt. Es werde aber nach wie vor in alle Richtungen ermittelt. Auch das ausstehende toxikologische Gutachten sei noch nicht eingetroffen.

Auf Nachfrage des betroffenen Unternehmens Moët Hennessy in München wurde uns folgende Pressemitteilung zugeschickt:

Das Champagnerhaus Moët & Chandon ist tief betroffen von der Nachricht, dass ein Gast während eines Restaurantbesuches in Weiden in der Oberpfalz in den Abendstunden des 12. Februar verstarb und sieben weitere Personen Vergiftungserscheinungen erlitten. In der Zwischenzeit sind alle sieben außer Gefahr. Wir sind in Gedanken bei der Familie des Verstorbenen.

Die örtliche Polizei-Behörde hat mit uns Kontakt aufgenommen, und wir arbeiten seitdem eng im Rahmen der strafrechtlichen Ermittlungen mit der Polizei zusammen.
Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge wurde in einer Flasche Moët & Chandon Ice Imperial, die von den Betroffenen in dem Restaurant konsumiert wurde, die Droge MDMA gefunden.

Wir haben volles Verständnis für die Besorgnis, die dieser Vorfall bei unseren Kunden und Konsumenten ausgelöst haben mag, doch wir möchten Sie an dieser Stelle beruhigen: Die von uns direkt ausgelieferte Ware der Marke Moët & Chandon ist nicht betroffen.

Die Ergebnisse der Rückverfolgung der betreffenden Flasche bestätigen, dass die Flasche geöffnet, der Inhalt verändert und dann wieder verschlossen wurde. Der Korken dieser Flasche Moët & Chandon Ice Imperial war nicht mehr der Originalkorken.Bitte haben Sie Verständnis, dass wir – solange die Untersuchung andauert – keine weiteren Kommentare zu dem laufenden Ermittlungsverfahren abgeben können.

Bitte wenden Sie sich für alle Auskünfte bezüglich des Falles in Weiden an die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

(tb)

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