Do., 12.02.2026 , 13:27 Uhr

Ursensollen / Amberg

Chinesische E-Autos in der Oberpfalz: Wir fragen Autofahrer und Experten

Immer mehr chinesische Elektroautos tauchen auf Oberpfälzer Straßen auf, und auch einige Händler in der Region setzen mittlerweile auf die Neuankömmlinge. Wir haben nachgeschaut, was es mit BYD, Xpeng und Co. auf sich hat.

Immer mehr Autos fahren auf deutschen Straßen, deren Logos auf den ersten Blick fremd erscheinen. Sie gehören Herstellern wie BYD, Leapmotor oder Xpeng. Diese Marken und noch viele mehr versuchen derzeit, mit einer Großoffensive auf den deutschen Markt zu drängen. Ihr Ziel: Mit modern ausgestatteten und vergleichsweise günstigen Elektroautos Kunden zu gewinnen.

Chinesische Marken kommen in der Region an

Auch in der Oberpfalz sind die neuen Marken bereits angekommen. Bei Autohäusern wie Fischer in Ursensollen stehen chinesische Modelle inzwischen vor den Toren. Bundesweit machten chinesische Hersteller im vergangenen Jahr etwas mehr als zwei Prozent der Neuzulassungen aus, wie Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen. Einige Modelle wollen eine preiswertere Alternative zu Premium-Herstellern wie Tesla sein, andere einen günstigen Einstieg in die Elektromobilität ermöglichen.

Trotzdem sind chinesische Autos laut ADAC keine einfachen Billigprodukte. Alle gängigen Hersteller aus China haben die ADAC-Tests mit der Note „gut“ bestanden und gelten damit grundsätzlich als empfehlenswert. Nur in Sachen Assistenzsysteme sieht der Automobilclub noch Nachholbedarf. Für eine ungewisse Zukunft sorge auch die große Markenvielfalt. Sollte sich ein Hersteller wieder vom deutschen Markt zurückziehen, drohen Wertverluste und Probleme bei Garantieansprüchen. Leasing könnte deshalb vorerst die sicherere Option sein als ein Kauf.

Wie offen sind die Oberpfälzer?

Eine Umfrage unter Amberger Autofahrern zeigt: Begeisterung hält sich bei vielen in Grenzen. Das liegt jedoch weniger an Vorurteilen gegenüber chinesischen Produkten, und mehr an Politik und Wirtschaft. Einige der Befragten wollen mit ihrem Kauf lieber die heimischen Autohersteller unterstützen, als die eines autoritären Staates mit ganz anderen Arbeitsbedingungen.

In den letzten Monaten zeichnet sich bei deutschen E-Auto-Modellen ein deutlich stärkeres Wachstum ab, als bei den chinesischen Alternativen. Der Geschäftsführer von Fischer Automobile, Thomas Fischer, beobachtet vor allem Interesse von neuen Kunden, die bisher noch kein E-Auto gefahren sind. Er geht davon aus, dass sich einige chinesische Marken auf dem deutschen Markt etablieren werden. Die klare Marktführerschaft sieht er jedoch weiterhin bei den bekannten deutschen Herstellern.

(sb)

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