Do., 12.03.2026 , 13:34 Uhr

Tirschenreuth

Das MVZ stellt sich vor: Medizinisches Fachwissen in Tirschenreuth

Das Medizinische Versorgungszentrum in Tirschenreuth stellt sich vor. Ein „Kleines Krankenhaus im ambulanten Bereich“, so beschreibt es zum Beispiel Bürgermeister Franz Stahl.

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) in Tirschenreuth wächst weiter: Mit Dr. Susana Soková-Korecky hat eine neue Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie ihre Arbeit aufgenommen. Zusammen mit ihr sind es nun acht Fachärzte im MVZ – einem ambulanten Zentrum, das verschiedene Fachrichtungen unter einem Dach bündelt.

Über die Arbeit des MVZ und seine Bedeutung für Tirschenreuth informierten Bürgermeister Franz Stahl, Vertreter der Kliniken Nordoberpfalz AG (KNO), sowie mehrere Fachärzte bei einem Treffen im Rathaus. Hintergrund ist wohl auch die Verunsicherung vieler Bürger: Seit dem Abbau einzelner Bereiche am Krankenhaus machen sich viele Sorgen um die langfristige Gesundheitsversorgung vor Ort.

Ein Modell für die Zukunft

Das Zentrum ist Teil eines Netzwerks mit weiteren Standorten in Weiden und Kemnath und gehört zur KNO. Viele der Ärzte arbeiten sowohl in den Kliniken als auch im MVZ. Diese doppelte Anbindung ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen stationärer und ambulanter Versorgung – ein Modell, das in der Zukunft des Gesundheitswesens immer wichtiger werden könnte.

Im MVZ sind verschiedene Fachbereiche vertreten. Dazu gehören unter anderem Unfallchirurgie, Orthopädie und Gynäkologie, aber auch sehr spezialisierte Disziplinen wie Kinderkardiologie oder Proktologie. Das Zentrum ersetzt dabei nicht das Krankenhaus, sondern deckt einen anderen Bedarfsbereich und trägt so auf eigene Weise zur medizinischen Versorgung in der Region bei.

Im Visier von Hackern

Für Bürgermeister Stahl ist das MVZ in Tirschenreuth noch nicht bekannt genug. Große Aufmerksamkeit bekam das Zentrum aber zuletzt im November. Damals wurde das MVZ Ziel eines Hackerangriffs. Zwar gingen keine Patientendaten verloren, doch die internen Netzwerke wurden beschädigt. Dieser Angriff zeigt laut dem Team noch heute seine Spuren, etwa durch langsamere Arbeitsprozesse.

Trotz dieser Herausforderungen arbeitet das Zentrum weiter an seinem Ausbau. Mit neuen Fachärzten und enger Kooperation mit den Kliniken soll das MVZ langfristig eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung der Region spielen.

(sb)

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