Werden Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach bald das Silicon Valley der zivilen Verteidigung Deutschlands? Genau das ist der Plan, der hinter dem Projekt N49X steckt – wobei die 49 einerseits für den 49. Breitengrad steht, auf dem Amberg liegt, und andererseits für die Vorwahl Deutschlands steht. Also für die deutsche Ingenieurskunst.
Die Ausgangslage beschreibt Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny so: Schon jetzt gäbe es immer mehr Anforderungen an Kommunen, sich vor Angriffen auf die kritische Infrastruktur zu schützen – konkret werden die Forderungen aber nicht.
Heißt: Kommunen müssen sich auf Angriffe auf Umspannwerke oder gar auf Krankenhäuser vorbereiten. Allerdings kann es alle möglichen Bedrohungsszenarien geben. Für jede braucht es Lösungen. Lösungen, die erforscht, aber auch getestet werden müssen.
Wirtschaftliche Chance für die Region
Und genau das könnte künftig in und um Amberg passieren. Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny, Landrat Richard Reisinger, die Wirtschaftsförderung – alle sind sich sicher: Es wäre der ideale Ort dafür. Weil es hier mögliche Trainingsgelände wie die Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg gibt. Weil es hier Bundeswehrgelände und in unmittelbarer Nähe US-Truppenübungsplätze gibt. Und weil an der OTH auch die Grundlagen erforscht werden könnten. Bald sogar mit einem konkreten Studiengang.
Für Harald Schwartz ist klar: Es geht nicht nur um die Sicherheit. Er sieht in dem Projekt vor allem eine riesige wirtschaftliche Chance für die Region.
In den kommenden zwei Wochen soll es ein Treffen in der Bayerischen Staatskanzlei geben. Fördergelder jedenfalls könnten abgeschöpft werden.
Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen. Aber geht es nach der Allianz hinter N49X könnte aus der Not eine Tugend und die weltpolitische Bedrohungslage eine wirtschaftliche Chance für Amberg und die Region werden.
(mz)