Do., 05.01.2023 , 13:48 Uhr

Amberg

Denkmalgeschützte Baracke könnte innerhalb Ambergs umziehen

Eine denkmalgeschützte Baracke in Amberg soll abgerissen werden. Das sorgt für Diskussionen. Jetzt könnte sie in Amberg an eine andere Stelle transferiert werden.

Schon an der Außenfassade ist der marode Zustand der Baracke ersichtlich. Ein Blick in das Gebäude erlaubt der Besitzer, die Stadtbau Amberg GmbH, nicht. Zu gefährlich soll es sein. Mit dem Putz bröckelt hier am Bergsteig Amberg aber auch ein Stück Geschichte. Denn dieses sanierungsbedürftige Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Die Stadtbau Amberg GmbH will die Baracke jetzt abreißen und sechs sozial geförderte Wohnungen bauen. Der Stadtrat hat dem Abriss im Oktober zugestimmt. Das sorgt für Diskussionen. Immer wieder kommt es zum Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz sowie zeitgeschichtlichen Fragen wie Klimaschutz oder sozialen Wohnungsbau.

Diskussionen um Abriss
In einem Schreiben des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, aus dem Auszüge im Oktober im Stadtrat vorgetragen wurden, arbeitet das Landesamt mehrere Gründe heraus, die gegen einen Abriss der Baracke sprechen. Einer ist: der Erwerb der Baracke durch die Stadtbau Amberg GmbH wissentlich, dass diese unter Denkmalschutz stehe.

Aus den genannten Gründen wäre damit die Erteilung einer denkmalschutzrechtlichen Erlaubnis auf Basis der vorliegenden Unterlagen nicht nur als eklatanter Verstoß gegen das Denkmalschutzgesetz zu bewerten, die Stadt Amberg würde damit auch unmittelbar gegen ihre in der Bayerischen Verfassung (…) definierten Pflichten verstoßen.

Schreiben des Landesamt für Denkmalpflege am 10.06.2022

Michael Cerny hat andere Auskünfte und sieht sich daher auf der sicheren Seite. Die Stadt Amberg zeigt aber auch guten Willen. Jetzt steht eine Versetzung des Gebäudes auf ein Gelände in der Nähe des Kauflands in Amberg auf dem Prüfstand.

Noch im ersten Quartal dieses Jahres soll entschieden werden, was mit der Baracke passiert. Das Denkmalnetz Bayern hat die Regierung Oberpfalz um eine rechtliche Überprüfung gebeten. Die Diskussionen werden also weitergehen.

(mz)

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