Mo., 11.08.2025 , 12:43 Uhr

Landkreis Amberg-Sulzbach

Deutschlandticket, Metropolenbahn & Co.: Zukunft des Nahverkehrs in Amberg-Sulzbach

Leere Busse, marode Bahnhöfe und Ostbayern als Diesel-Hotspot im Schienenverkehr – beim ÖPNV gibt’s bei uns noch viel Nachholbedarf. Deshalb kam der Parlamentarische Staatssekretär für Verkehr zu Besuch.

Am Amberger Busbahnhof ist richtig viel los: Busse fahren in alle Richtungen, und die Sitze sind gut besetzt. Ganz anders sieht es in vielen ländlichen Gemeinden aus – dort fahren oft fast leere Busse. Über diese Diskrepanz tauschten sich Bürgermeister aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach mit Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär für Verkehr, aus. Eingeladen hatte die Bundestagsabgeordnete Susanne Hierl. Gemeinsam suchten sie nach Lösungen für den Nahverkehr in der Region. Laut Susanne Hierl soll in Zukunft mehr auf on-Demand umgestellt werden – also Busse auf Bestellung.

Fokus auf die Schiene

Beim Treffen im Landratsamt stand der Busverkehr eher im Hintergrund – die Schiene war Hauptthema. Der Bund hat erst vergangene Woche beschlossen, das Deutschlandticket auch 2026 weiter anzubieten. Doch Ulrich Lange warnt: Es klafft eine Finanzierungslücke von etwa 200 Millionen Euro, was die Ticketpreise in Zukunft beeinflussen könnte. Zudem sind einige Bahnhöfe, wie der in Thansüß (Gemeinde Freihung), so veraltet, dass sie kaum noch bedient werden können. Laut dem parlamentarischen Staatssekretär müsse der Bund deshalb die Bahnhöfe auf einen gewissen Standard ertüchtigen.

Ausbau der Metropolenbahn

Ein weiteres Problem betrifft die Metropolenbahn, die von Nürnberg, über Amberg und Schwandorf nach Furth im Wald führt. In dem ehemaligen „Zonenrandgebiet“ gab es lange keine Notwendigkeit für einen Ausbau – deshalb gilt Ostbayern als „Dieselhotspot“. Landrat Richard Reisinger fordert deshalb eine Elektrifizierung.

Versprechen aus Berlin

Ulrich Lange versicherte, die Anliegen aus der Region nach Berlin mitzunehmen. Gleichzeitig machte er aber klar, dass große Teile des öffentlichen Nahverkehrs Sache der Bundesländer sind.

(kw)

Amberg Bahnhöfe Bürgermeister Busverkehr Deutschlandticket Finanzierungslücke Landkreis Amberg-Sulzbach ländliche Gemeinden Metropolenbahn Nahverkehr Oberpfalz Oberpfalz TV OberpfalzTV öffentlicher Verkehr OTV Richard Reisinger Susanne Hierl Ulrich Lange

Das könnte Dich auch interessieren

23.07.2026 Bestenehrung für Quali und mittlere Reife in Amberg und Amberg-Sulzbach Am Ende zähle das Ergebnis, so der Amberger Oberbürgermeister Michael Fritz bei der Bestenehrung für den Quali und die mittlere Reife im Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg. Insgesamt 22 Schülerinnen und Schüler sind für ihre Abschlussnote vom OB Fritz, Amberg-Sulzbachs Landrat Reichard Reisinger und der Schulamtsdirektorin Beatrix Hilburger ausgezeichnet worden. 15 erreichten den qualifizierenden 20.07.2026 „Klimaschutz mit Herz und Heimat“: Klimaschutzwoche 2026 eröffnet „Klimaschutz mit Herz und Heimat“: Unter diesem Titel hat in Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach zum achten Mal die Klimaschutzwoche begonnen. Die Aktionswoche, angestoßen vom Zentrum für Erneuerbare Energien in Ensdorf, soll Menschen über das nachhaltige Handeln im Alltag aufklären. Oberbürgermeister Michael Fritz, Landrat Richard Reisinger und weitere Beteiligte stellten heute das Programm vor. Teil 08.07.2026 Radeln fürs Klima – Stadtradeln in Amberg gestartet Start zum Stadtradeln der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach. Bis zum 24. Juli sind Bürger eingeladen, möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen, und so etwas zum Klimaschutz beizutragen. Gleichzeitig können die Bürger Kilometer für ihre Kommune sammeln – Geradelt wird in Teams. Die aktivsten Teams zeichnen Stadt und Landkreis bei einer Abschlussveranstaltung mit 03.06.2026 „Uno-Reverse“ in Amberg und Enttäuschung in Kümmersbruck: Wenn die Macht in der Kommunalpolitik sich verschiebt Lisa Hartinger von der SPD unterlag in Kümmersbruck in der Stichwahl knapp – rund 41 zu 59 Prozent – der CSU-Kandidatin Elisabeth Gruber. In der konstituierenden Sitzung scheiterte Hartinger erneut: Sie hatte gehofft, zur dritten Bürgermeisterin gewählt zu werden, doch alle Stellvertreterposten gingen an die CSU. Hartinger sagte anschließend, sie finde das enttäuschend, zumal ihre