Mi., 05.02.2025 , 15:58 Uhr

Amberg

Die Linke lädt zu Podiumsdiskussion: Rechtsruck, Rentenpolitik und mehr

Eine Podiumsdiskussion beim Amberger Bräuwirt. Die Linke hat zusammen mit sozialen Vertretern viele Themen des derzeitigen Wahlkampfes besprochen – allem voran: den Rechtsruck in der Politik.

Der Rechtsruck in der Gesellschaft und die Zukunft sozialer Rechte standen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion, zu der im Winkler Bräuwirt in Amberg Die Linke eingeladen hatte. Zusammen mit Experten und Interessierten wollte die Partei über die aktuellen politischen Herausforderungen und das Klima im Wahlkampf sprechen. Schnell kamen sie zu dem Schluss: Das Klima sei für linksgerichtete Parteien derzeit schwierig.

Zu den Gästen zählten neben dem Direktkandidaten der Linken, Marco Winkler, auch Stefan Dietl von der Gewerkschaft ver.di, Hans Lauterbach vom Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte sowie Phillip Pietsch vom queeren Netzwerk Kunterbunt Amberg. Die Diskussion drehte sich vor allem um den zunehmenden Einfluss rechter Parteien. Hans Lauterbach erklärte, dass diese gezielt mit Migrationsthemen den politischen Diskurs dominieren und damit den Wahlkampf prägen. Viele Anwesende kritisierten zudem, dass andere Parteien den Zugang zu den Wählern verloren hätten, da sie ihre Botschaften nicht mehr klar vermitteln könnten.

Wie geht’s besser?

Auch innerhalb der Linken sieht Marco Winkler Verbesserungspotenzial. Nur durch eine bessere Kommunikation und gezielte Ansprache der Bevölkerung könne ein politischer Wendepunkt gelingen. Auffällig häufig fiel bei der Diskussion der Name der AfD – auch dies erntete von einigen Gästen Kritik. Dass die Partei, vor allem von den Medien, derart ins Rampenlicht gerückt werde, verleihe ihr unnötige Aufmerksamkeit.

Neben dem Rechtsruck kamen viele weitere Themen auf den Tisch, darunter die Rentenpolitik und die Rechte von queeren Menschen. Trotz der angesprochenen Schwierigkeiten freute sich Die Linke auch über ihren eigenen Erfolg in der Vorbereitung auf die Bundestagswahl. In den letzten Monaten sei die Mitgliederzahl in der Mittleren Oberpfalz von etwa 60 auf über 100 gestiegen, so Kreissprecherin Uschi Maxim. Die Partei hofft, in der Wahl die 5-Prozent-Hürde zu knacken. Verschiedene Umfrageinstitute platzieren die Partei derzeit auf exakt diesen 5 %. Die Wochen bis zur Bundestagswahl könnten für Die Linke also noch nervenaufreibend werden.

(sb)

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