Mi., 18.03.2026 , 15:06 Uhr

Kümmersbruck / Ursensollen

Die Stichwahlkandidaten in Kümmersbruck und Ursensollen

Auch in Kümmersbruck und Ursensollen dürfen die Wähler am Sonntag nochmal zur Urne: In Kümmersbruck wird es definitiv erstmals eine Frau als Bürgermeisterin geben, in Ursensollen muss der Amtsinhaber zur Stichwahl.

Schon jetzt ist klar: Das Rathaus in Kümmersbruck wird künftig von einer jungen Frau geleitet. Bei der Kommunalwahl hat Elisabeth Gruber von der CSU 47,0 Prozent geholt. Sie ruft die Menschen auf, zur Wahl zu gehen – und ihr die Stimme zu geben. „Weil ich aktuell im richtigen Alter bin“, erklärt Gruber. Sie wird am Stichwahltag 35 Jahre alt. Sie habe als junge Frau die nötige Energie, die man in den aktuell turbulenten Zeiten braucht, um eine Gemeinde zu führen und voran zu bringen.

Gruber ist Juristin mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Finanzrecht. Sie will in den kommenden sechs Jahren die Schulsanierung voranbringen und generell Infrastrukturprojekte angehen. Ihre Überzeugung: „Man braucht im Rathaus schon eine starke Persönlichkeit vorne dran, die sich traut, Entscheidungen zu treffen.“ Sonst gehe in der Verwaltung nichts voran.

Gegenkandidatin von der SPD

Ihre Herausforderin ist Lisa Hartinger von der SPD, die bei der Wahl 26,5 Prozent der Stimmen holte. Sie tritt bereits zum zweiten Mal an und hält sich für die Richtige für das Amt, denn: „Ich versuche, mich immer für die Leute einzusetzen. Mir macht das einfach Spaß.“ Sie wolle mit ihrer Kandidatur auch als Vorbild für andere junge Leute wirken, sich zu engagieren.

Hartinger ist 30 Jahre alt, Sozialversicherungsfachangestellte und bereits seit 2013 Mitglied der SPD, engagiert sich dort auch im Kreis- und Bezirksvorstand. Ihr Anliegen für Kümmersbruck: „Für die Zukunft ist unsere große Aufgabe die Schule. Es läuft ja aktuell der Abriss vom alten Gebäude, wo dann der Neubau entstehen soll.“ Das werde eine der größten Herausforderungen für die Gemeinde in den kommenden Jahren.

Ursensollener Amtsinhaber in der Stichwahl

In Ursensollen muss der Amtsinhaber Albert Geitner von den Freien Wählern in die Stichwahl. Mit 44,4 Prozent holte er bei der Kommunalwahl etwas weniger Stimmen als sein Stichwahlgegner von der CSU. Geitner ist seit 2020 im Amt und möchte das auch weiterhin sein. Seine Herzensprojekte: Das Hofmarkschloss auf Vordermann bringen, die Ganztagesbetreuung an der Grundschule aufbauen und die Versorgung der Senioren in der Gemeinde stärken.

Geitner will auch die interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen vorantreiben. Wichtiges Thema sei außerdem die Ertüchtigung der Kläranlagen, zum Beispiel der in Hohenkemnath. „Und auch andere Kläranlagen sind in die Jahre gekommen. Da stehen Investitionen an und die will ich möglichst wirtschaftlich gestalten, damit wir die Bürger finanziell schonen können.“, erklärt Geitner.

Gegenkandidat von der CSU

Sein Gegenkandidat ist Martin Fleischmann von der CSU. Er bekam mit 46,6 Prozent die meisten Stimmen. Sein Credo: „Ich möchte die Gemeindepolitik transparent, offen und nachvollziehbar gestalten.“

Der 35-Jährige arbeitet am Staatlichen Bauamt in Amberg und hat zwei Kinder. Welche Projekte ihm für die Gemeinde wichtig sind: „Ich möchte die Projekte so auswählen, dass sie die Gemeinde nicht überlasten und zukünftige Generationen weiterhin die Möglichkeit haben, unsere Gemeinde zu gestalten und handlungsfähig bleiben.“

Gut 3.100 Menschen in Ursensollen können am Sonntag ihre Stimme abgeben – und über die Zukunft der Gemeinde entscheiden.

(mz/az)

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