Fr., 13.03.2026 , 14:05 Uhr

Amberg-Sulzbach/Weiden

Die Winterbilanz der Oberpfalz

Schnee, Kälte und Nässe – so sah der diesjährige Winter aus. Welche Auswirkungen dies auf die Natur und den Winterdienst hatte, wollten wir vom Wasserwirtschaftsamt Weiden und dem Baubetriebshof Amberg-Sulzbach wissen.

Schneemänner und weiße Landschaften. So sah es noch vor einige Wochen in der Oberpfalz aus. Grund dafür war der Winter, der dieses Jahr verschneiter und nasser war, als die vorherigen. Für den Wasserhaushalt war dieser Schnee und Regen gut, so Jürgen Festbaum vom Wasserwirtschaftsamt Weiden. Und auch für die Grundwasserneubildung sei der Schnee und der Niederschlag wichtig gewesen. Laut Festbaum wären Winter wie dieser auch in Zukunft wünschenswert, da dadurch zumindest ein Teil des Grundwassers aufgefüllt werde.

Der langsam schmelzende Schnee im Winter hat das Grundwasser steigen lassen. Trotzdem erreicht der Grundwasserspiegel in der Oberpfalz seit 2015 nicht mehr den Mittelwert. Laut Festbaum reiche sowohl das Wasser des Winters als auch der Niederschlag aus dem Sommer nicht aus, so dass der Grundwasserspiegel weiter sinken werde.

Kaum zu glauben aber auch in diesem Winter hat es, wie auch im Winterhalbjahr 2024/25, sehr wenig geregnet. Der Niederschlag hat hierbei bei 20% unter dem Durchschnittswert gelegen. Allerdings ist von Wasserknappheit in der Region noch nicht die Rede. Im Vergleich zum langfristig sinkenden Grundwasserspiegel war der Winter allerdings gut für die Flüsse.

Dies kann allerdings auch schnell zu Hochwasser führen. Davon ist der Baubetriebshof des Landkreis Amberg-Sulzbach in Gailoh allerdings nicht betroffen. Die Mitarbeiter hatten allerdings im Vergleich zu den vorherigen Wintern deutlich mehr zu tun. Laut Matthias vom Bauhof Amberg-Sulzbach seien sowohl die Einsatzzahlen als auch der Salzverbrauch erhöht gewesen.

Deshalb musste der Bauhof auch 400 Tonnen Salz nachbestellen. 2 750 Tonnen hatte der Winterdienst bereits vorher verbraucht.  Bisher waren es im Durchschnitt 1 800 Tonnen. Ein Rekordwinter auch für die Anzahl der Streueinsätze: Die waren in diesem Winter so viel wie noch nie. Bereits jetzt im Mai bestellt der Bauhof schon wieder das Streusalz für die kommende Wintersaison. Ganz nach dem Motto: Nach dem Winter, ist vor dem Winter.

Die ersten Einsätze beginnen circa Ende November, Anfang Dezember und enden oft Ende Februar, so Matthias Kolb. Es könne allerdings auch sein, dass auch danach noch einmal gestreut werden müsse.

Der Winter ist also zumindest für den Bauhof noch nicht ganz vorbei. Aber – Ein bisschen was von dem Streusalz ist ja noch im Lager da.

(md/hp)

 

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