Mo., 27.10.2025 , 16:32 Uhr

Weiden

„Digitales Weiden“ – Jugendliche Entwickeln ein Computerspiel

„Digitales Weiden“ ist ein neues Computerspiel, das die Stadt Weiden und ihre Bewohner in einer virtuellen Welt erkunden lässt. Ein siebenköpfiges Team aus Jugendlichen im Weidener Jugendtreff „Plan B“ hat das Spiel entwickelt.

Wer durch Weiden spazieren möchte, muss künftig nicht unbedingt vor die Haustür treten. Die Innenstadt gibt es jetzt auch virtuell – als Computerspiel. „Digitales Weiden“ heißt das Projekt, das Jugendliche und junge Erwachsene im Jugendtreff Plan B selbst entwickelt haben. Spieler können durch die virtuelle Innenstadt streifen, mit Menschen sprechen und dabei versteckte Geheimnisse entdecken.

Anfang des Jahres hatte Pädagogin Denise Schatzkowski den Stein ins Rollen gebracht. Selbst interessiert an Videospielen, wollte sie den Jugendlichen eine Möglichkeit zur kreativen Entfaltung geben und ihnen gleichzeitig wichtige Erfahrungen mit auf den Weg geben. Sieben motivierte Teilnehmer haben sich gefunden, unterstützt von einem erfahrenen Spieleentwickler. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Spieleentwicklung übernahm jeder einen eigenen Bereich der Spielwelt.

Von der Skizze zum Spiel

Die Spielfiguren haben Evi Faller und Isabell Edel gestaltet. Die beiden Künstlerinnen brachten erst beeindruckende Skizzen auf Papier, verfeinerten sie dann digital und bauten sie schließlich im Spiel nach. Auch die Innenstadt selbst wurde detailgetreu nachgebaut, unter anderem von Justin Edel. Häufig sind die Jugendlichen bei den Entwürfen jedoch an die Grenzen ihrer Werkzeuge gestoßen.

Für den Prototyp nutzten sie das einfache Tool „RPG Maker“. Diese Software erleichtert Einsteigern den Start, bietet aber nur eine begrenzte Auswahl an Bausteinen, aus denen sie ihre Spielwelt zusammenbauen können. Deshalb plant das Team nun den Umstieg auf das professionelle Entwicklungsprogramm „Dragon Ruby“. Somit können Evi und Isabell ihre digitalen Designs einfach in das Spiel importieren.

Kreativität statt KI

Ein Grundsatz ist dem Team besonders wichtig: „Digitales Weiden“ soll ohne Künstliche Intelligenz entstehen. Die Jugendlichen möchten ihre eigene Kreativität zeigen – auch wenn nicht alles perfekt wird. Authentizität steht für sie über technischer Perfektion. Ihre Frustration mit dem Trend in Richtung KI-generierter Texte, Musik und Sprecherstimmen möchten sie offen ausdrücken, und auch vor politische Anspielungen will das Team nicht zurückschrecken.

Die nächste Stufe der Entwicklung trägt inzwischen den Namen „Next Level“. Neue Teammitglieder sind willkommen, um die Spielwelt weiter wachsen zu lassen. Auf der Webseite des Plan B gibt es alle Infos zum Mitmachen. Und über diesen Link können Sie „Digitales Weiden“ selbst testen. Viel Spaß beim Erkunden!

(sb)

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