Im Polizeitrickbetrügerprozess am Weidener Landgericht ist am heutigen dritten Verhandlungstag der mutmaßliche Fahrer der Bande als Zeuge befragt worden. Der 29-jährige Mann sagte, er arbeite als Selbstständiger in der IT-Branche. Zum verhandelten Fall wollte er allerdings keine Angaben machen.
Dafür erzählte aber der zweite Zeuge von heute im Prozess, wie die Tat am 28. Oktober 2020 abgelaufen sein soll. Der Geschädigte und seine Frau seien von Kripobeamten angerufen worden. Diese hätten ihm erzählt, dass sich im Schließfach der Familie Falschgeld befinde. Polizeibeamte würden das Geld abholen und gegen echtes Bargeld eintauschen. Die Frau des Geschädigten habe dies nicht gewollt. Der Mann jedoch habe das Geld inklusive drei Goldmünzen aus dem Schließfach geholt und ohne Wissen der Frau einem jungen Mann übergeben. Der entstandene Schaden liegt bei rund 61.000 Euro.
Im Prozess sind weitere sieben Verhandlungstage angesetzt. Dabei wird in der kommenden Woche auch der Fall behandelt, der sich in Wiesau im Landkreis Tirschenreuth zugetragen hat.
(tb)