Der Eichenprozessionsspinner ist zurück in der Oberpfalz und baut aktuell wieder vermehrt seine Nester. Deshalb werden seit Mai in vielen Landkreisen wieder Warnschilder aufgestellt und betroffene Wege vorsorglich gesperrt.
Brennhaare können Beschwerden auslösen
Die feinen Brennhaare der Raupen können beim Menschen Juckreiz, Hautausschläge und im schlimmsten Fall sogar Atemprobleme verursachen. Deshalb sollte ein Kontakt mit den Tieren oder ihren Nestern unbedingt vermieden werden.
So werden die Nester entfernt
Eichenprozessionsspinner befallen vor allem Eichen und spinnen ihre Nester mit auffälligen weißen Gespinsten ein. Wird ein Befall entdeckt, organisiert der Bauhof die fachgerechte Entfernung. Die Nester werden ausschließlich bei möglichst windstillem Wetter abgesaugt, damit sich die Brennhaare nicht über die Luft verbreiten. Dabei arbeiten die Bauhofmitarbeiter in vollständiger Schutzausrüstung. Die abgesaugten Raupen werden luftdicht verpackt und anschließend in der Müllverbrennungsanlage als Sondermüll verbrannt. Nach einigen Tagen erfolgt zudem eine abschließende Kontrolle der betroffenen Bäume.
Verdacht melden
Wer einen Befall mit Eichenprozessionsspinnern in Schwandorf oder der Umgebung entdeckt, sollte den Fund dem Bauhof melden. Hilfreich ist ein Foto der betroffenen Stelle, das per E-Mail an bauhof@schwandorf.de geschickt werden kann. Der Bauhof prüft den Verdacht und kümmert sich bei Bedarf um die Beseitigung
Bis Mitte Juli kann es weiterhin vermehrt zu Befällen kommen. Spaziergänger sollten deshalb aufmerksam bleiben und Abstand zu verdächtigen Nestern oder Raupen halten. Auch wenn die Tiere harmlos wirken, können sie gesundheitliche Beschwerden verursachen.
(sos)