Mithilfe von Tablets haben Jugendliche eigene Werbespots für eine potenzielle Jugend-App gedreht. Wie eine solche App speziell für Jugendliche aussehen könnte, darum hat sich einen Nachmittag lang alles am Jugendmedienzentrum T1 in Tannenlohe gedreht. Jugendliche aus Windischeschenbach und Fachkräfte aus der Jugendarbeit sollten die Fragen beantworten: Braucht es ihrer Meinung nach eine eigene bayerische App für die Jugend? Und wenn ja, wie sollte die aussehen?
Hinter dem Workshop stehen das JFF-Institut für Medienpädagogik und der Bayerische Jugendring. Die Jugendlichen haben in kleinen Gruppen Ideen erarbeitet, was für Funktionen eine bayerische Jugend-App haben könnte und was sie sich wünschen. „Ich finde schon, dass eine eigene Jugend-App gut wäre“, findet zum Beispiel der Workshop-Teilnehmer Basti. Denn auf Instagram und TikTok seien auch viele schlechte Inhalte zu finden, so seine Meinung.
„Man könnte in so einer App zum Beispiel herausfinden, welche Vereine zu einem passen oder welche Festivals es in der Nähe gibt und wie sie bewertet werden“, so die Ideen von Raphi. Auch weitere Workshop-Teilnehmer wünschen sich bei einer Jugend-App Angebote für lokale Veranstaltungen. „Und eventuell Faktenchecks zu Videos im Internet“, ergänzt Eva.
Beteiligung im digitalen Raum
Was den Initiatoren der Workshops wichtig ist: Die App soll nicht nur Service-Leistungen für die Jugendlichen bieten, also zum Beispiel mit einem Veranstaltungskalender oder einer Taschengeld-Jobbörse. Sondern ihnen auch aktive Beteiligung ermöglichen. Das sei auch ein Wunsch aus der Politik, so Philipp Seitz, Präsident des Bayerischen Jugendrings. „Denkbar wären zum Beispiel interaktive Umfragen in der App, mit denen man ein Stimmungsbild der Jugendlichen einfangen kann.“
Ideensammlung über die kommenden Monate
Momentan läuft quasi die Brainstorming-Phase. Der Workshop in Tannenlohe war der zweite in Bayern, weitere sollen bis zum Sommer folgen. Der Jugendring und das JFF sammeln alle Ideen, die dabei entstehen. Diese reichen sie dann an das Sozialministerium und den Landtag weiter – mit dem Ziel, eine App auf den Weg zu bringen. „Außer, die Jugendlichen sagen, es braucht keine App – das könnte ja auch sein“, gibt Seitz zu bedenken.
Zumindest in Falkenberg sah es aber nicht danach aus – hier standen die Jugendlichen einer eigenen App positiv gegenüber Die Ideen der Oberpfälzer Schüler werden in das bayernweite Projekt nun einfließen.
(az)