Fr., 07.11.2025 , 15:59 Uhr

Wernberg-Köblitz/Amberg

Ermittlungen im Mordfall Loew dauern an: Polizei Amberg erhält neue Hinweise

Nach der Plakataktion und der Anwohnerbefragung sind bei der Kriminalpolizei Amberg neue Hinweise zum Fall Loew eingegangen. Zudem wird der Fall nun von speziell ausgebildeten Profilern untersucht.

Plakate rund um Wernberg mit der Frage „Wer hat mir das angetan?“ und einer Auslobung einer Belohnung in Höhe von 5.000 Euro. Sie sollen auf den Mordfall Dieter Loew aufmerksam machen, der nach mehr als 10 Jahren immer noch ungelöst ist.

In der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2014 ist der langjährige Geschäftsführer des Unternehmens Dr. Loew Soziale Dienstleistungen, Dieter Loew, in seinem Haus in Wernberg-Köblitz brutal überfallen worden. Nur wenige Wochen später erlag der damals 76-Jährige im Krankenhaus seinen Verletzungen. Seitdem sucht die Polizei nach dem Täter.

Nachdem die Ermittlungen 2019 eingestellt wurden, hat die Polizei den Cold Case nun Wochen wieder neu aufgerollt. Die Plakataktion in und um Wernberg war nur eine von mehreren Aktionen. So haben Beamte beispielsweise auch eine Anwohnerbefragung durchgeführt und Taucher haben ein Gewässer bei Wernberg durchsucht.

Durch die Plakataktion und die Anwohnerbefragung hat die Polizei neue Hinweise erhalten, die die Ermittler nun akribisch prüfen. Zudem seien mehrere Gegenstände im Gewässer gefunden worden, die aktuell ebenfalls überprüft werden, so der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Jonas Krauß.

Des Weiteren haben die Ermittler auch die Operative Fallanalyse hinzugezogen. Das sind Profiler aus München von der Kriminalpolizei. Separat zur normalen Ermittlung führen diese auch Ermittlungen aus kriminologischer und psychologischer Sicht durch, so Krauß.

Doch Hinweise aus der Bevölkerung seien nach wie vor von enormer Bedeutung für die Lösung des Falls. Daher appelliert die Polizei an mögliche Zeugen: Jeder Hinweis, mag er noch so klein erscheinen, könnte entscheidend für die Aufklärung dieses Falls sein. Hinweise, insbesondere zu Sichtungen in der Nacht auf den 22. Dezember 2014, nimmt die Kriminalpolizei Amberg unter der 09621/890-2121 entgegen.

(km)

Anwohnerbefragung DNA-Analyse Hinweise Jonas Krauß kriminalpolizei Amberg Mord Mordfall Dieter Loew Oberpfalz Oberpfalz TV Operative Fallanalyse OTV Plakataktion Profiler Tauchaktion Wernberg-Köblitz

Das könnte Dich auch interessieren

02.06.2026 Stille Stunde in Wernbergs Märkten Für neurodivergente Menschen wird Alltägliches zur Qual. Sie reagieren empfindlicher auf Reize als andere Menschen, Lärm, Licht, Musik oder schon das Piepsen der Supermarkt-Kassen kann sie überfordern. So wird der Einkauf zur Belastung. Das Projekt „Stille Stunde“ will hier Abhilfe schaffen. Die aus Neuseeland stammende Idee sieht vor, in Kaufhäusern und Supermärkten zu festgelegten Zeiten 12.12.2025 10-Jähriger in Schwandorf von Mann mit Messer bedroht – Polizei sucht Zeugen In Schwandorf ist gestern ein 10-jähriger Junge von einem bislang unbekannten Mann mit einem Messer bedroht worden. Er drängte den 10-Jährigen in eine Hofeinfahrt in der Augustinstraße und forderte Geld. Der Junge duckte sich weg und flüchtete in Richtung Bahnhof. Der Täter wird als etwa 1,73 Meter groß, 30 bis 35 Jahre alt, mit südländischem 17.10.2025 Cold Case Loew: Taucher im Einsatz in Wernberg-Köblitz – Polizei sucht erneut nach Spuren Die Kriminalpolizei Amberg hat im ungelösten Mordfall Dieter Loew neue Ermittlungen begonnen. In Wernberg-Köblitz suchten Taucher der Technischen Einsatz Einheit Nürnberg in einem See nach Beweismitteln – möglicherweise nach der Tatwaffe. Taucher und Plakate im Einsatz Das Suchgebiet war klein, aber schwierig: dichter Schlamm erschwerte die Arbeit. Parallel dazu startete die Polizei eine große Plakataktion 20.08.2025 Lachen, Rutschen, Nachbarschaft: Das Spielplatzfest bringt Wernberg-Köblitz zusammen Bei strahlendem Sommerwetter hat sich der Spielplatz in Feistelholz in ein buntes Festgelände verwandelt. Das alljährliche Spielplatzfest der Spielplatzfreunde in Wernberg-Köblitz hat zahlreiche Familien aus der Region angelockt und soll das nachbarschaftliche Miteinander stärken. Während sich die Kinder auf der Hüpfburg austobten oder Feuerwehr spielten, haben sich die Eltern untereinander ausgetauscht. Besonders beliebt war bei