Das Getreide wird gerade sauber gemacht – die Maschine trennt hier sozusagen die Spreu vom Weizen. Die sauberen Früchte werden dann eingelagert – für die Aussaat im kommenden Jahr. Eigentlich dürfte es noch längst nicht so weit sein. Die Ernte war einige Wochen zu früh dran – weil Trocken- und Hitzestress zu einer Notreife führten.
Der Hitzesommer 2026 setzt also auch der Ernte zu – aber es gibt Unterschiede. Wintergerste sei laut Ely Eibisch, dem Vizepräsidenten des Bayerischen Bauernverbandes ganz gut ausgefallen. Die Triticale gar nicht so schlecht, der Weizen aber schon.
Rekordtrockenes Frühjahr hatte auch Vorteile
Besonders das Frühjahr stach in Bayern hervor. 2026 war hier der trockenste Frühling seit Aufzeichnungsbeginn 1881. Das ist aber gar nicht so schlecht für die Landwirtschaft – eigentlich. Je trockener das Frühjahr, desto tiefer wurzelt die Frucht auf der Suche nach Wasser im Boden. Bleibt es aber wie 2026 auch im Sommer trocken, kommt es zu Missernten.
Der Klimawandel sorgt immer wieder für Millionen teure Ausfälle in der Landwirtschaft. Aber nicht jedes Jahr ist schlecht. Die Unterschiede zwischen den Jahren nehmen zu.
Jetzt hoffen die Landwirte natürlich, dass die Bilanz 2027 wieder etwas besser ausfällt und der Sommer dann nicht so heiß und vor allem so trocken wird. Damit diese Aussaat hier wachsen und gedeihen kann.
(mz)