Alles rund ums Thema „Lebenswertes Altern“ war nun im Landratsamt Amberg-Sulzbach geboten. Denn der Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter, kurz SEGA, hat dort seine 19. Fachtagung abgehalten.
Neben vier verschiedenen Fachvorträgen konnten sich die etwa 200 Besucher auch bei den sieben Ausstellern über den aktuellen wissenschaftlichen und medizinischen Stand informieren. Darunter beim Blindeninstitut Regensburg, das schon zum dritten Mal an der Fachtagung der SEGA teilgenommen hat.
Die SEGA habe es sich zum Ziel gesetzt, alte Leute und die Krankheit im Alter zu verbessern und vorzubeugen. Dieser Fachtag diene dazu, sowohl Betroffenen, als auch Angehörigen, aber auch Fachleuten Informationen zu bestimmten Themen zu geben, um sie so auf den neuesten Stand zu bringen und das dann praktisch in die Bevölkerung für die Behandlung oder Betreuung ihrer Personen einbringen zu können, so der 1. Vorstand der SEGA, Dr. Klaus Gebel.
Um, getreu nach dem Motto in diesem Jahr, lebenswert altern zu können sei vor allem die Prävention ein wichtiger Aspekt. So gebe es ein Medikament gegen Alzheimer, das aber nur für 10 Prozent aller Alzheimerpatienten anwendbar sei, mit hohen Kosten und Nebenwirkungen einhergehe und nur verzögert wirke, meint Gebel. Prävention habe hingegen nachweisen können, dass es nicht nur verzögert und verhindern könne, sondern bei Betroffenen auch den Zustand verbessere. Damit sei die Prävention weit wirksamer als jegliche medikamentöse Maßnahme, so Gebel weiter.
Das große Ziel von Dr. Gebel sei es nun, die Erkenntnisse von internationalen Studien zur Demenzvorbeugung auf die Region runter zu brechen und für den Landkreis ein großes Demenzpräventionsprojekt zu starten. Eine Möglichkeit für mehr Lebensqualität im Alter und zur Demenzvorsorge sei Resilienz, wie Dr. Wolfram Strack in seinem Vortrag erläutert hat.
Denn Resilienz ist die psychische Widerstandskraft. Diese könne gerade als stabilisierender Faktor im Alter helfen, um seine Ressourcen aufzubauen, erklärt Strack. Das könne man auch schon vorher machen im Leben, um dann im Alter auf diesen Ressourcen aufzubauen. Ressourcen bedeute zum Beispiel auch eine gewisse Sportlichkeit und eine geistliche Flexibilität, auf die man im Alter zurückgreifen könne, so Strack weiter.
Informieren und Austauschen zu bestimmten Themen. Das können Interessierte auch im kommenden Jahr wieder am 17. März auf der 20. Fachtagung der SEGA. Dann zu dem Thema „Alternativen in der Medizin“.
(km)