Fr., 14.07.2023 , 12:52 Uhr

Luhe

Großeinsatz nach „Swatting“

Groß-Alarm in Luhe. Polizei, Hubschrauber, Scharfschützen, Feuerwehr und Rettungsdienst heute Nacht in der Ortsmitte. Es war eine bewusste Irreführung von Behörden – aber der Aufwand war enorm. Schusswechsel und Brand waren nur ein Fake.

Nach Auskunft der Polizei habe in der Nacht auf heute gegen 1:00 Uhr ein Anrufer mitgeteilt, dass in der Nachbarschaft ein Schuss gefallen sei. Außerdem soll seit etwa einer Stunde ein Streit und großes Geschrei herrschen.

Etwas später habe dann auch der Kommandant der Feuerwehr Luhe einen Anruf erhalten, dass es in dem privaten Wohnhaus in der Regensburger Straße brennen soll. Angeblich würde das Feuer von einer Outdoorküche auf das Haus übergreifen. Es war eine Computerstimme.

Eine bewusste Irreführung der Behörden und Rettungsdienste. Der Anruf war Computer-generiert und konnte bislang nicht zurückverfolgt werden.

Als die Polizei die Nummer zurückrufen wollte, stieß sie ebenfalls auf eine Computerstimme, die eigentliche Nummer war nicht mehr erreichbar. Swatting nennt sich dieser neue unglaubliche Trend, Spezialeinheiten zu einem unnötigen Einsatz zu bewegen. Er ist aus den USA nun auch in die Oberpfalz übergeschwappt.

Die Einsatz-Kräfte mussten natürlich von einer reellen Situation ausgehen und deshalb wurden auch Großalarm gegeben. Es wurde versucht mit den Bewohnern telefonisch Kontakt aufzunehmen. Sie wurden dann angewiesen mit erhobenen Händen das Haus zu verlassen. Diese zeigten sich dann natürlich entsprechend überrascht, da sie keinerlei Streitigkeiten gehabt haben, noch über irgendwelche Waffen verfügen. Eine Überprüfung des Wohnhauses zeigte dann auch, dass kein Brand ausgebrochen war.

Gegen 1:40 Uhr wurde dann Entwarnung gegeben. So konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken und die Hausbewohner in ihre Betten zurückkehren.

Bereits vor d Tagen sei im Bereich Regensburg ein ähnlicher Fall von „Swatting“ aufgetreten, teilte die Polizei in Neustadt abschließend mit.

(gb)

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