Mo., 23.12.2024 , 14:35 Uhr

Floß

Floß trauert um neunjähriges Todesopfer des Anschlags in Magdeburg

Kurz vor Weihnachten erschüttert ein Anschlag die Menschen in Deutschland. Fünf Menschen sterben, darunter ein Kind. Inzwischen ist klar: der neunjährige Junge kommt aus Floß. Dort ist die Bestürzung entsprechend groß.

„Ich werde dich nie vergessen, André“, steht auf einem Zettel am Floßer Marktplatz. Offensichtlich eine Kinderhandschrift. Daneben liegen Blumen, es brennen Kerzen. Die Emotionen in der Marktgemeinde im Landkreis Neustadt an der Waldnaab sind an diesem Montag gedrückt. Denn unter den fünf Todesopfern des Anschlags am Magdeburger Weihnachtsmarkt, bei dem ein Mann mit seinem Auto durch die Menschenmenge gerast ist, ist auch André – ein neunjähriger Junge, der bis vor Kurzem hier in Floß gelebt hat.

Zusammen mit seinen vier Geschwistern hat André seine ersten Lebensjahre in Floß verbracht. Dann ist er mit seiner Mutter nach Niedersachsen gezogen. Er war in der Kinderfeuerwehr engagiert, um Menschen einmal helfen zu können. Seine Mutter schreibt ihren Kummer auf Facebook nieder und wünscht sich, dass der Post geteilt wird.

Papst ruft zum Gebet für André auf

Auch ein älterer Bruder von André ist unter den 200 verletzten Menschen der Terrorfahrt von Magdeburg. Genau wie seine Mutter musste er mit anschauen, wie André stirbt. Drei seiner Geschwister und der Vater leben noch immer in Floß. Bürgermeister Robert Lindner spricht von einer geschockten Gemeinde.

Papst Franziskus ruft alle Menschen zum Gebet für die Opfer auf. Mal wieder löst ein Anschlag nicht nur Trauer und Bestürzung aus, sondern auch Angst. Am Weidener Christkindlmarkt sollen Betonpoller Autofahrer vor dem Eindringen in den Oberen und Unteren Markt schützen. Der Anschlag vier Tage vor Weihnachten hinterlässt Spuren. In Magdeburg, im 353 Kilometer entfernten Floß, im Leben der Opfer und der Angehörigen. Dieses Weihnachten werden in Floß noch einige Kerzen für den kleinen André angezündet werden.

(mz)

Anschlag Betonpoller Floß Magdeburg Weihnachtsmarkt Anschlag Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Robert Lindner Terroranschlag Weihnachtsmarkt Weihnachtsmarkt Sicherheit

Das könnte Dich auch interessieren

26.02.2026 Jagdverbands-Präsident besucht Museum in Burgtreswitz Ernst Weidenbusch, der Präsident des Bayerischen Jagdverbands hat das Jagdmuseum in Burgtreswitz besucht. In seiner Ansprache lobte er die Verbindung aus Tradition, Bildungsauftrag und moderner Ausstellungsgestaltung. Das 2025 neu eröffnete Museum zeigt zahlreiche Präparate in naturgetreuen Lebensräumen. Weidenbusch trug sich beim Besuch ins Gästebuch ein. Für das passende Ambiente sorgten die Grenzland-Jagdhornbläsern. (ls/Kamera: Gustl Beer) 26.02.2026 Solidaritätskundgebung nach Angriffen auf Landratskandidaten Mehr als 100 Menschen haben in Neustadt an der Waldnaab auf dem Stadtplatz ihre Solidarität mit Landratskandidat Simon Escher-Herzog gezeigt, der zuvor bedroht und angegriffen worden war. Aufgerufen zur Kundgebung hatte das Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte Neustadt/Weiden. Hintergrund waren Morddrohungen, Sachbeschädigungen und ein Steinwurf auf Escher-Herzogs Wohnhaus. Viele Kommunalpolitiker sicherten Escher-Herzog ihren Rückhalt 18.02.2026 Warnstreik der ortsansässigen Beschäftigten der US Army in der Oberpfalz Heute Morgen haben mehr als 600 ortsansässige Beschäftigte der US-Army in Hohenfels und Grafenwöhr gestreikt. Die Gewerkschaft ver.di fordert zwei Euro mehr pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten für alle Beschäftigten und Auszubildenden und erwartet in der nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot der Arbeitgeber. Die Tarifverhandlungen betreffen bundesweit rund 3.000 Beschäftigte und werden Anfang 18.02.2026 Alpakababy „Schneeflocke“ verzaubert die Eschenbacher Sie kommen zwar ursprünglich aus Südamerika, sind aber inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet und beliebt: Alpakas. Mit ihrem freundlichen Gesicht und ihrer beruhigenden Ausstrahlung wickeln die flauschigen Tiere viele Menschen schnell um den Finger. Seit einigen Monaten sind nun auch in Eschenbach Alpakas zuhause – und kurz nachdem sie im Gehege eingezogen sind, sind