Fr., 14.12.2018 , 13:21 Uhr

Flossenbürg: Neue Spuren zum Verschwinden von Monika Frischolz

Neue Spuren im Fall Monika Frischholz. Vor 42 Jahren ist die damals 12-jährige Monika Frischholz aus Flossenbürg verschwunden. Jetzt hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden eine neue Ermittlungsgruppe gegründet, die den Fall aufklären soll. Denn die Kripo Weiden hat einen interessanten Zeugenhinweis erhalten, der den Verdacht eines Tötungsdelikts nahelegt.

Die Einsatzgruppe ermittelt in alle Richtungen und bittet daher die Bevölkerung um Mithilfe: Damalige Zeitzeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, und sachdienliche Hinweise geben können, sollen sich bitte an die Polizei unter der Rufnummer 0961/401-291 wenden. Jeglicher noch so kleine Hinweis könne dabei für die Ermittler von großer Bedeutung sein.

Das Bayerische Landeskriminalamt hat zudem für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt.*

Der Hintergrund:

Am Dienstag, 25.05.1976, in den Nachmittagsstunden sahen verschiedene Zeugen die damals 12-jährige Monika Frischholz zum letzten Mal in ihrem Heimatort Flossenbürg, als sie vom Stieberweg in die Floßer Straße auswärts in Richtung Ortsbereich „Bahnhof“ ging. Dort wollte sie sich mit einem jungen Burschen treffen. Seitdem gab es kein Lebenszeichen mehr von der Schülerin. Die im Jahr 1976 und 1986 geführten intensiven Vernehmungen, Ermittlungen sowie Überprüfungen von regionalen und überregionalen Spuren und Alibis führten bislang nicht zur Aufklärung des Sachverhaltes.

(Quelle: Polizeipräsidium Oberpfalz)

 

Die Neuigkeiten:

Die Kripo Weiden erhielt jetzt einen interessanten Zeugenhinweis, der den Verdacht eines Tötungsdelikts nahelegt und gründete daraufhin die EG Froschau. Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Armin Bock durchforsteten, studierten und überprüften in den vergangenen Wochen fünf Kriminalbeamte die damals erstellten polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Akten in allen Einzelheiten. Dabei bewerteten sie die Unterlagen nicht nur mit ihrem langjährigen Erfahrungsschatz aus dem Bereich der Mordermittlungen, sondern bedienten sich auch neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Sexualmorden und der Einschätzung von Fallanalytikern der operativen Fallanalyse Bayern (OFA) aus München. Die erfahrenen Beamten, teils Sachbearbeiter von „Cold-Case“-Fällen, kamen nun mit ihren Beratern und der Staatsanwaltschaft Weiden zu dem Schluss, dass das Verschwinden von Monika Frischholz als Mordfall nochmals geprüft werden sollte.

Oberstaatsanwalt Bernhard Voit, stellvertretender Leiter der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf, leitet die Ermittlungen von Seiten der Staatsanwaltschaft.

Nach den bisherigen Erkenntnissen gehen die Kriminalbeamten der EG Froschau mittlerweile davon aus, dass Monika Frischholz am 25.05.1976 in den Nachmittags- oder Abendstunden noch in unmittelbarer Ortsnähe Flossenbürg auf ihren späteren mutmaßlichen Mörder getroffen ist. Der Ablageort ihrer Leiche ist bis heute noch nicht gefunden worden.

(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberpfalz)

Weitere Details zu den Erkenntnissen und derzeit laufenden Ermittlungen möchte die Polizei derzeit nicht veröffentlichen. Hierbei bittet sie um Verständnis.

Hier die Beschreibung des Mädchens:

* Hinweis laut Pressemitteilung: Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

(nh/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberpfalz)

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