Künstliche Intelligenz ist nicht vorurteilsfrei. Wie Dr. Eva Gengler von der Feminist AI Community bei einem Vortrag im Future Lab der BHS Corrugated erklärte, würde die KI Frauen im Recruiting aussortieren, People of Color weniger Gesundheitsdienstleistungen als weißen Menschen geben und die Reichweite auf TikTok von queeren Menschen oder Menschen mit Behinderung einschränken. Da brauche es dann feministische KI, so Gengler weiter. So brauche es mehr Diversität in Entscheidungsgremien, insbesondere im Management und es brauche bessere Daten, die transparent gemachen werden könnten, so Gengler.
Die KI war aber nur eins von mehreren Themen im Future Lab. Denn die BHS wollte hier den Start ihres neuen Netzwerks HERimpact feiern. Ein Projekt, das Frauen unterstützen, stärken und vernetzen soll, um für mehr Sichtbarkeit und Gleichberechtigung zu sorgen. Laut Group CFO Dr. Thomas List wolle BHS vor allem die Potentiale der Firma bestmöglich heben, um bessere und vielfältigere Ergebnisse zu erzielen.
Durch das Projekt sollen Frauen vor allem sichtbar gemacht werden. Zudem sollen sie am Ende des Tages auch für Positionen in Erwägung gezogen werden, in die vorher nur Männer gekommen sind. So hätten Frauen jetzt wirklich die Möglichkeit gesehen zu werden und ihr Potential dann zu entfalten, meint die Vertreterin der Next Generation der BHS Corrugated, Pauline Engel.
Neben feministischer KI waren auch Vorurteile, die unser Handeln unbewusst bestimmen können, ein wichtiges Thema der Veranstaltung. In ihrem Vortrag berichtete die Diversity-Beraterin Yvonne Hägle, was sich in der Gesellschaft ändern müsse. So müssten die Bilder, die in unseren Köpfen entstehen, verändert werden und Frauen sowie Menschen mit dunkler Hautfarbe, queere Menschen und Menschen mit Behinderung sowie introvertierte Menschen müssten einfach auf allen Hierarchieebenen in der Politik, in der Gesellschaft sichtbar werden, so Hägle.
(km)