Di., 04.11.2025 , 15:45 Uhr

Oberpfalz

Fünf Jahre nach dem zweiten Corona-Lockdown: Ein Blick zurück

Fünf Jahre ist es her, da wurde unser alltägliches Leben durch den zweiten Corona-Lockdown wieder eingeschränkt. Kontaktverbote und geschlossene Fitnessstudios, Restaurants sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen haben diese Zeit geprägt.

Zuhause bleiben und damit Leben retten. Das hieß es vor nun bereits fünf Jahren von der Bundesregierung. Damals mussten die Inzidenzzahlen gesenkt und die Krankenhäuser entlastet werden. Daher hat die Bundesregierung am 2. November 2020 den sogenannten „Lockdown Light“ in Kraft gesetzt.

Nach einem relativ freien Sommer im Coronajahr 2020 folgten somit Kontaktbeschränkungen von höchstens zehn Personen aus maximal zwei Haushalten. Zudem sollten die Menschen auf nicht notwendige Reisen verzichten. Die Gastronomie sowie Freizeit und Kultureinrichtungen und Fitnessstudios mussten schließen. Veranstaltungen aller Art, abgesehen von Demonstrationen und Gottesdiensten, wurden untersagt. Ebenso wie Freizeit- und Amateursport. Supermärkte sowie Schulen und Kitas durften weiter geöffnet bleiben.

Gastronomen durften nur noch Essen To-Go anbieten. Jürgen Pufke, Inhaber des Restaurants „ZOE“ in Weiden erinnert sich, dass dieses Konzept bei ihm nicht so gut funktioniert habe. Ihn und seine Familie habe diese Phase nicht nur finanziell, sondern auch psychisch belastet. Sie hätten diese Zeit nur überstanden, weil sie ihre Ansprüche zurückgeschraubt haben, so Pufke. Auch alle Angestellten habe der Gastronom mit durch diese Zeit gezogen und mit den Coronahilfen finanziert. So habe das „ZOE“ die Coronazeit überstehen können.

Bei dem „Lockdown Light“, der nur bis Ende November 2020 vorgesehen war, sollte es nicht bleiben. Am 16. Dezember 2020 hat die Bundesregierung einen harten Lockdown in Kraft gesetzt. Daraufhin galten Ausgangssperren und Geschäfte sowie Schulen und Kindergärten mussten ebenfalls schließen. Laut Jürgen Pufke seien die Coronamaßnahmen zu hart gewesen und man hätte alles etwas lockerer angehen können.

Diese Ansicht teilt auch Dr. Karl-Friedrich Bodmann im Nachhinein. Hinterher sei man immer schlauer meint der Leiter der Infektiologie im Klinikum Weiden. Das Klinikum habe einen täglich tagenden Krisenstab und ausreichend Intensivkapazitäten gehabt, um den Anfall an Patienten ausreichend behandeln zu können.

Heute verläuft unser Leben wieder normal und auch die Lage in den Krankenhäusern ist nicht mehr so angespannt wie vor fünf Jahren. Spuren von dieser Zeit sind, wie das Virus selbst, aber geblieben. Wie beispielsweise der Onlineunterricht. Die Aufarbeitung dieser Pandemie jedoch ist noch lange nicht abgeschlossen.

(km)

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