Fr., 19.08.2022 , 17:51 Uhr

Landkreis Schwandorf

Fünf Waldbrände – Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung

Der Dürresommer hat die Wälder ausgetrocknet. Immer wieder werden die Feuerwehren zu Waldbränden gerufen. Im Landkreis Schwandorf ermittelt die Polizei wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

So sieht es nach einem Waldbrand aus. Vor zwei Tagen hat ein 20.000 Quadratmeter große Waldgebiet im Landkreis Schwandorf gebrannt. Ein großer Einsatz für die Feuerwehr – rund 300 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden mit dem Löschen beschäftigt. Jetzt ermittelt die Kriminalinspektion Amberg und sucht Zeugen:

„In den vergangenen Tagen (17. und 18. August 2022) kam es im Bereich Nabburg, Neunburg vorm Wald und Oberviechtach zu mehreren Bränden in beziehungsweise an Wäldern. (…) Bei mehreren dieser Brände ergaben sich Parallelen beziehungsweise Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung.“
Pressestelle Polizeipräsidium Oberpfalz

Insgesamt fünf unterschiedlich große Waldflächen haben gebrannt. Begünstigt durch die Trockenheit. Allgemein ist die Waldbrandsaison 2022 außergewöhnlich intensiv – in Europa, in Deutschland, und auch bei uns in der Oberpfalz.

Waldbrandsaison 2022 intensiv

Wie hoch der Schaden bei den Bränden im Landkreis Schwandorf ist, kann die Polizei noch nicht beziffern. Die Kosten der Einsätze für die Feuerwehr sind ohnehin vor allem physischer Natur. Zum Feuer nahe Altendorf mussten die Feuerwehrkräfte um vier Uhr morgens. Waldbrände können für Feuerwehrleute durchaus gefährlich sein. Vor allem bei Wind.

Im Landkreis Schwandorf fielen bis zu den Bränden weniger als ein Drittel der Niederschläge, die im Sommer eigentlich zu erwarten sind. Gemessen am Mittel von 1961 bis 1990. Die Böden sind daher so trocken, dass die Feuer manchmal versteckt weiterglimmen und daher neu entfacht werden können.

Waldbrände zu legen ist daher kein Kavaliersdelikt. Brandstiftung zerstört Wälder, bringt Einsatzkräfte in Gefahr und an die körperliche Belastungsgrenze. Und sie kann mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren geahndet werden.
(mz)

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