Gambia ist nicht nur das kleinste Land Afrikas – es ist auch eines der ärmsten Länder der Welt. Ein großer Teil der Bevölkerung, vor allem auf dem Land, leidet unter Armut und Hunger. Um das Leben der Menschen zu verbessern, ist Bildung von großer Bedeutung – das ist die Überzeugung der Vereinsmitglieder von „Socialis for the Gambia“. Der Amberger Verein setzt sich mit Bildungsprojekten vor Ort für eine bessere Zukunft ein. Um dafür Spenden zu sammeln, haben die Vereinsmitglieder nun wieder die Kochlöffel geschwungen.
Erdnusseintopf Domoda zum Abholen
Kiloweise Zwiebeln, Paprika und Rindfleisch haben die Ehrenamtlichen verarbeitet. Sie kochten das gambische Nationalgericht Domoda, ein Erdnusseintopf mit Fleisch und Gemüse. Das Gericht wird in einzelnen Portionen abgefüllt und dann von Menschen aus Amberg und Umgebung am Caritas-Altenheim in der Ägidienstraße abgeholt – alles für den guten Zweck. „Die Idee zu der Aktion ist in der Pandemie entstanden. Inzwischen hat es sich etabliert, dass wir Essen zum Abholen anbieten. Und fast alle, die kommen, sind Wiederholungstäter.“, freut sich Vorstandsvorsitzende Karin Neumüller.
Die Essenspakte enthalten nicht nur eine Portion Eintopf, sondern auch Couscous, Brot, Ananas-Mango-Chutney und Erdnusskekse. 800 Kekse haben die Vereinsmitglieder insgesamt gebacken – damit alle 250 bestellten Pakete bestückt werden können, erzählt Vorstandsvorsitzende Christine Weigl.
„Menschen Bildung ermöglichen“
Die Arbeit ist es den Ehrenamtlichen wert: Denn der Erlös fließt in die Projekte, die der Verein vor Ort in Gambia finanziert: Eine Schule, ein Frauengarten und eine Ausbildungsstätte für Schneider und Friseure. Etwa 7.000 Euro pro Monat werden benötigt, um die Vereinsprojekte am Laufen zu halten. „Unser Leitbild ist es, den Menschen Bildung zu ermöglichen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Thomas März-Kronfeld. „Bildung ist das beste Mittel, damit die Menschen im Land bleiben und nicht in Richtung Norden flüchten.“
345 Vereinsmitglieder unterstützen Socialis for the Gambia aktuell kontinuierlich mit ihren Mitgliedsbeiträgen. Die betragen 10 Euro im Monat pro Vereinsmitglied. Eines von ihnen ist übrigens auch OTV-Videoreporter Alfred Brönner, der bei der Aktion seit Jahren mit in der Küche steht. Er und die weiteren Vereinsmitglieder werden auch weiterhin solche Aktionen organisieren – damit die wichtige Arbeit in Gambia weitergehen kann.
(az)