Di., 15.04.2025 , 14:06 Uhr

Gefährliche Arzneitrends auf Social Media nehmen zu

Immer mehr Jugendliche folgen riskanten Arzneimitteltrends im Netz – mit teils schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen.

Auf Plattformen wie TikTok oder Instagram kursieren immer häufiger Trends, die den missbräuchlichen Konsum von Arzneimitteln fördern. Dabei stehen scheinbar harmlose Produkte wie Paracetamol oder rezeptfreie Schlafmittel im Fokus. Nutzerinnen und Nutzer – insbesondere Jugendliche – nutzen diese Medikamente etwa zur Selbstmedikation gegen Alltagsprobleme oder zur Gewichtsreduktion. Gefährliche Challenges, wie das Kochen von Hähnchen in Hustensaft („Sleepy Chicken“), verdeutlichen das Ausmaß des Problems.

Die Bayerische Landesapothekerkammer und der Bayerische Apothekerverband weisen auf die weitreichenden Risiken solcher Trends hin. Neben akuten gesundheitlichen Schäden – etwa Leberversagen, Kreislaufprobleme oder Vergiftungen – kann der massenhafte Missbrauch auch zu Lieferengpässen führen. Dies hat direkte Auswirkungen auf andere Patientengruppen, die auf diese Medikamente angewiesen sind.

Fachliche Unterstützung durch Apotheken vor Ort

Wie Dr. Martin Pfefferle, Apotheker und Experte für Arzneimittelsicherheit, betont, sind vor allem junge Menschen gefährdet. Der soziale Druck innerhalb digitaler Communities spiele eine zentrale Rolle. Trotz bekannt gewordener Todesfälle hält sich das Phänomen hartnäckig.

Apothekerinnen und Apotheker sehen sich daher in einer wichtigen Aufklärungsrolle. Als niedrigschwellige Anlaufstelle können Apotheken fundierte Informationen zu Arzneimitteln bieten und vor missbräuchlicher Anwendung warnen. Die pharmazeutische Ausbildung qualifiziert das Apothekenpersonal, frühzeitig über Gefahren zu informieren und präventiv einzugreifen.

Ein bewusster Umgang mit Medikamenten – insbesondere bei Jugendlichen – bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Appell richtet sich daher auch an Eltern, Schulen und Medien, das Thema stärker zu begleiten.

(exb)

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