Mit dem Wintereinbruch vergangene Woche sind einige Weiher und Gewässer in der Oberpfalz zugefroren. Für die Wasserwacht im Landkreis Amberg-Sulzbach bot sich damit eine seltene Gelegenheit, den Ernstfall eines Eiseinbruchs zu proben. Am Hirschauer Mühlweiher mussten die Einsatzkräfte selbst aufs Eis – selbstverständlich nur unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen.
Realistische Szenarien und modernste Technik
Für die Übung wurden drei Löcher ins Eis gebohrt, um verschiedene Rettungsszenarien zu simulieren. Im Ernstfall würde die Eisfläche zwar großflächiger nachgeben, dennoch gestalteten die Ausbilder die Situation so realitätsnah wie möglich. Sechs verschiedene Einheiten aus dem Landkreis trainierten, konzentriert und ohne Angst, mit dem Material umzugehen. Dank moderner Ausstattung – von Unterwasserdrohnen bis zu Wärmebildkameras – können die Einsatzkräfte im Ernstfall schnell reagieren und eine eingebrochene Person gezielt retten.
Sicherheit hat oberste Priorität
Auch wenn in den letzten fünf Jahren in der Oberpfalz kein Eiseinbruch dokumentiert wurde, besteht die Gefahr auf dünnem Eis weiterhin. Eisflächen sollten erst ab einer Dicke von 15 Zentimetern betreten werden, betont die Wasserwacht. Kommt es dennoch zu einem Unfall, gilt: Nicht selbst aufs Eis gehen, sofort die 112 rufen und das Opfer später mit warmen, zuckerfreien Getränken versorgen. Die Wasserwacht im Landkreis Amberg-Sulzbach ist jedenfalls bestens für den Ernstfall vorbereitet – auch wenn der hoffentlich nicht eintritt.
(kw)