Das Medizintechnikunternehmen Siemens Healtineers investiert rund 70 Millionen Euro in den Neubau einer Montage- und Fertigungshalle. Bereits Ende des Jahres soll die Halle stehen, der Innenausbau ist für das kommende Jahr geplant. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach bezeichnete das Projekt als gelungenes Beispiel für „Heimat und Hightech“ und betonte die Bedeutung Kemnaths als Wirtschaftsstandort.
Hightech-Produktion mit Automatisierung
Siemens Healthineers entwickeln Medizintechnik für Krankenhäuser und Arztpraxen weltweit – darunter MRT- und CT-Geräte, Röntgensysteme sowie Labordiagnostik. Mit der neuen Produktionshalle erweitert das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten. Auf rund 4.500 Quadratmetern entsteht ein hochautomatisiertes „Smart Mechanic Center“, in dem künftig große mechanische Komponenten für die Strahlentherapie gefertigt werden. Im Mittelpunkt steht die Automatisierung der Produktion. Standortleiter Johannes Waldhör betont jedoch, dass der Mensch weiterhin eine entscheidende Rolle spielt – schließlich seien es die Mitarbeiter, die diese Automatisierung entwickeln und betreuen.
Wachstum schafft Chancen und Herausforderungen
Der Neubau soll zunächst die bestehenden Arbeitsplätze am Standort sichern. Langfristig sollen auch neue Stellen entstehen. Für die Stadt Kemnath ist das ein wichtiger Beitrag, um Fachkräfte und junge Menschen in der Region zu halten.
Nachhaltigkeit und Zukunftsziele
Für Siemens Healthineers ist die Investition ein klares Bekenntnis zum Standort Kemnath. Gleichzeitig setzt das Unternehmen beim Neubau auf nachhaltige Bauweise und energieeffiziente Lösungen. Mit dem Ausbau der Produktion verfolgt Siemens Healthineers zudem ein langfristiges Ziel: Bis 2030 sollen weltweit 3,3 Milliarden Patientenkontakte mit den Technologien des Unternehmens erreicht werden – also Untersuchungen, Diagnosen oder Behandlungen, bei denen Medizintechnik von Siemens Healthineers zum Einsatz kommt. Der Neubau in Kemnath soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
(kw)