Di., 07.12.2021 , 14:13 Uhr

Amberg

Haushaltsjahr 2022 - Stadt Amberg auch im kommenden Jahr vor großen finanziellen Herausforderungen

Die finanziellen Herausforderungen und Sorgen bleiben bestehen – im Haushaltsjahr 2022 wird sich die Stadt Amberg erneut verschulden müssen. Das war das Hauptthema im Amberger Stadtrat.

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu und eins steht fest: Es war definitiv kein einfaches Jahr – auch nicht für die Stadt Amberg. Die Corona-Pandemie hat der Stadt vor allem in finanzieller Hinsicht wieder sehr große Sorgen bereitet. Und auch im kommenden Jahr wird sich dieses Problem nicht in Luft auflösen. Im Haushaltsjahr 2022 wird es deshalb ein weiteres Mal nicht ohne eine Neuverschuldung gehen.

Kurs halten
Es ist ein sorgfältiger und umsichtiger Plan für das kommende Haushaltsjahr der Stadt Amberg, der nun von den Stadträten beschlossen wurde. Laut Oberbürgermeister Michael Cerny stelle dieser Plan die „goldene Mitte“ dar: zwischen Sparsamkeit, notwendigen Investitionen und einer möglichen Kreditaufnahme – in Höhe von rund 13,5 Millionen Euro. Das Motto: Kurs halten und Segel richtig setzen!

Prioritäten setzen
Denn aufgrund der Corona-Pandemie seien die Ausgaben drastisch angestiegen – die Einnahmen jedoch stark gesunken. So sei die Stadt Amberg in diesem Jahr noch weit von den Steuereinnahmen des Jahres 2019 – also in der Zeit vor Corona – entfernt, erklärt Oberbürgermeister Michael Cerny in seiner Haushaltsrede. Deswegen heißt es: Prioritäten setzen und zwar im Hinblick auf das Fertigstellen bereits begonnener Maßnahmen, wie etwa die Fertigstellung der Dreifachturnhalle der Schönwerth-Realschule, was mit rund 1,3 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt wurde. Im Plan des Haushaltsjahres 2022 ist auch eine große Summe für das Amberger Stadtarchiv veranschlagt worden. Insgesamt sollen 670.000 Euro fließen. Denn im Februar dieses Jahres hat dort eine geplatzte Wasserleitung einen enormen Schaden angerichtet. Mehrere Stunden lang war Wasser durch den Dachboden in die Archivräume gelaufen. Antike Archivalien wurden beschädigt und das Gebäude, das erst 2018 frisch saniert worden ist, wurde auch in Mitleidenschaft gezogen.

Schuldenberg wächst
Bis zum 31. Dezember 2022 werde die Verschuldung in der Stadt Amberg wohl auf etwa 46,3 Millionen Euro ansteigen. Und auch in den darauffolgenden Jahren wird der Schuldenberg wohl weiterhin wachsen.


Aktuelle Prognose:

2023: 54,7 Millionen Euro
2024: 61,7 Millionen Euro
2025: 72,7 Millionen Euro

(cg)

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