Social Media ist in vielen Unternehmen und auch privat ein wichtiges Thema. Sei es zum Zeitvertreib, zum Marketing oder zu Informationszwecken. Die Stadt Neustadt an der Waldnaab will hier aber künftig andere Wege gehen. Zumindest den Facebook-Account der Stadt soll es ab Mitte Februar nicht mehr geben.
Grund dafür ist laut Bürgermeister Sebastian Giering, dass Facebook zunehmend ein asoziales Netzwerk geworden sei. Hass, kriminelle Postings und Verschwörungstheorien. Damit müssen sich die Betreiber von Social-Mediakanälen immer wieder herumschlagen. Dadurch sei der Mehrwert nicht mehr gegeben, auch weil die Nutzerzahlen bei Facebook zurückgingen, so der Bürgermeister.
Sogar eine Morddrohung hat Giering einmal per Facebook erhalten. Solche Drohungen seien aber kein Grund für die Löschung des Accounts der Stadt. Vielmehr würden die Nutzer keine Fragen mehr stellen, sondern nur noch schimpfen, so Sebastian Giering.
Komplett auf ein Informationsportal verzichten will die Stadt aber nicht und hat sich dafür eine Alternative in Form der Heimat-Info-App einfallen lassen. Diese App, die von der Stadt betreut werde, der DSGVO entspreche und komplett auf deutschen Servern liege, biete eine einfache Übersicht, was in Neustadt los sei, so Giering. Ein Account sei für die Heimat-Info-App nicht nötig, so Giering. Mit bislang rund 80.000 versendeten Push-Nachrichten erreiche die Stadt ihre Bürger nun zuverlässig, direkt und ohne Umwege.
Instagram und WhatsApp wolle die Stadt künftig auch weiterhin bespielen. So biete der WhatsApp-Kanal die Möglichkeit, niederschwellig kurze Nachrichten an die Bevölkerung zu schicken und auf Instagram würden vor allem Stellenanzeigen gut laufen, so Giering. Ob Neustadt Instagram und WhatsApp jetzt für immer behalten wird, ließ Sebastian Giering offen. Die Heimat-Info-App soll aber das zentrale Informationsmedium für Neuigkeiten, Veranstaltungen und wichtige Mitteilungen aus der Stadt bleiben.
(km)