Di., 16.08.2022 , 12:10 Uhr

Vilseck

Immer weniger Menschen spenden Blut

Gerade im Sommer sind Blutreserven knapp. Die Bereitschaft zum Blutspenden sinkt. Wir haben eine Erstspenderin begleitet.

Schlange stehen beim Blutspenden. Ein solches Bild ist in Sommermonaten unüblich. Und generell geht die Bereitschaft zum Blutspenden zurück. Noch im Jahr 2011 waren 97 von 1.000 Einwohner in Bayern Blutspender. 2019 waren es schon nur noch 79.

Erstspenderin Pina durften wir bei ihrer Spende begleiten. Doch sie allein kann den Trend nicht umkehren. Aber sie kann mit ihrem Blut bis zu drei Menschen das Leben retten. Daher spendet sie heute – zum ersten Mal. Dafür müssen sie Ärzte vorher checken und nach Ausschlusskriterien abfragen. Dazu zählen Bluthochdruck, Zucker, Infektionskrankheiten und vieles mehr. Auch der Hämoglobin-Wert ist wichtig.

Ein halber Liter Blut wird den Spendern entnommen. Das ist relativ viel.

Geld fürs Blutspenden?
Rund 2.000 Blutkonserven werden in Bayern gebraucht – täglich! 80 Prozent der Deutschen sind im Leben mindestens einmal auf eine Blutspende angewiesen – oder auf ein Medikament aus Blutplasma. Ein Großteil des Blutes geht an chronisch Kranke.

Wenn immer weniger Menschen spenden, könnte das zum Problem werden. Diskutiert wird daher, ob finanzielle Anreize Spender locken sollen. Immerhin kassiert das BRK pro Spender 400 Euro. Allerdings wird ein Großteil des Geldes für die anschließende Aufbereitung benötigt. Und ein weiterer Grund spricht gegen Geld fürs Spenden.

Menschen zu helfen muss also Anreiz genug sein. Ist es auch für Pina. Selbst nach ihrer ersten Blutspende.

Beim Blutspenden hat sich Pina übrigens auch gleich typisieren lassen. Damit kommt sie in die Knochenspender-Weltdatenbank. Vielleicht kann sie mit dem heutigen Tag also sogar noch mehr Menschenleben retten.

(mz)

Bayerisches Rotes Kreuz Blut Blutspendedienst Blutspenden Erstspender Giuseppina Barile Hans Lohmeier Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Richard Kick Vilseck

Das könnte Dich auch interessieren

30.04.2026 Ein Fluss kehrt zurück zur Natur Nach sechs Jahre Planungs- und Bauarbeit ist die Renaturierung der Vils bei Vilseck im Ortsteil Gressenwöhr durch das Wasserwirtschaftsamt Weiden nun abgeschlossen. „Mit der ökologischen Umgestaltung des Gewässers wird nicht nur der Lebensraum für Fische, Pflanzen und andere wassergebundene Tiere verbessert, sondern auch zusätzlicher Retentionsraum geschaffen – ein wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Umsetzung 27.04.2026 Vilsecks Bürgermeister Schertl in den Ruhestand verabschiedet Mit einem großen Festabend ist Vilsecks erster Bürgermeister Hans Martin Schertl feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Nach 22 Jahren im Amt war Schertl bei den vergangenen Kommunalwahlen nicht mehr angetreten. Eine große Zahl Wegbegleiter und Ehrengäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft waren gekommen um ihm die Ehre zu erweisen und seine Verdienste zu würdigen. 19.03.2026 Täter gesucht! Sexueller Übergriff auf 35‑jährige Frau Eine 35‑jährige Mexikanerin war am Mittwochabend auf dem Radweg zwischen Vilseck und Sorghof unterwegs, als sie kurz vor der Brücke unter der St 2166 von einem bislang unbekannten Mann von hinten angesprochen wurde. Der Mann belästigte sie durch sexuelle Berührungen. Als sich die Frau zur Wehr setzte, riss der Täter sie an den Haaren zu 13.03.2026 Das wollen die Stichwahlkandidaten in Auerbach und Vilseck umsetzen Seit 18 Jahren sitzt Joachim Neuß auf dem Chefsessel des Rathauses in Auerbach. Doch bei der Kommunalwahl hat er einen Dämpfer hinnehmen müssen: Er bekam 33,1% der Stimmen – nur rund halb so viel wie 2020. Neuß hatte mit mehr gerechnet – aber er führt das schlechte Ergebnis darauf zurück, dass es in letzter Zeit