Action auf dem Wasser: das ist auf einem See bei Schwandorf angesagt. Der Verein Club Ski Nautique hat hier seinen vierten CSN Slalom Cup ausgerichtet. Viele Teilnehmer sind einige hundert Kilometer hierher angereist, wie zum Beispiel Philipp Scherer aus Potsdam. Der 59-Jährige liebt das Wasserskifahren bereits seit rund 30 Jahren, hatte letztes Jahr aber eine Verletzung. Nun ist sein Ziel, bei dem Wettkampf in Schwandorf wieder voll durchzustarten. „Vieles beim Wasserskifahren ist Kopfsache. Man darf nicht vorsichtig fahren. Slalom ist volle Attacke.“, erklärt er.
47 Teilnehmer aus vielen Ländern
Philipp Scherer ist einer von 47 Wettkampfteilnehmern. Die Wasserskifahrer kommen unter anderem aus Dänemark, der Slovakei, oder sogar Litauen hierher nach Schwandorf – denn der See, den der Schwandorfer Verein seit 2021 bespielt, bietet ideale Bedingungen. „Der See ist perfekt, weil er schmal und windgeschützt ist“, erklärt Vereinsvorsitzender Michael Sprang. Der Verein bespielt den See seit 2021 und ist sehr glücklich, ihn gefunden zu haben.
Die Regeln des Wettkampfes: Das Boot fährt zwischen 49 und 58 km/h schnell, abhängig vom Alter und der Erfahrung des Sportlers. Um Geschwindigkeit geht es beim Wettkampf aber nicht in erster Linie. Sondern: darum, auf den Skiern zu bleiben und alle sechs Bojen zu umrunden. „Das Seil, an dem der Fahrer gezogen wird, wird mit jedem Lauf kürzer. Und je kürzer, desto schwieriger wird es natürlich, um die Bojen zu kommen“, erklärt Sprang. Es sei ein Sport, nach dem einem am Anfang alle Muskeln weh tun, versichert er uns – der viele der Teilnehmer hier aber auch süchtig gemacht hat und sie immer wieder aufs Wasser lockt.
Spannend bis zur letzten Sekunde
Für Philipp Scherer wird es jetzt ernst: Sein erster Lauf beginnt. Er meistert ihn bis zur letzten Boje super, doch dann gleitet ihm der Griff aus den Händen und er fällt ins Wasser. „Schade!“, bedauert er, als er wieder zurück am Ufer ist. „Ich habe zum Schluss die Hantel nicht mehr halten können. Das ist sehr schade, weil das ist dann eigentlich nur noch festhalten… aber trotzdem, war insgesamt okay.“ Scherer nimmt es sportlich – und der nächste Lauf kommt bestimmt.
(az)