Künstliche Intelligenz bietet nicht nur neue technische Möglichkeiten, sondern ist gleichzeitig aufgrund ihrer enormen Rechenleistung für einen hohen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß verantwortlich. Laut Prof. Dr. Alexander Martin, dem Gründungsvizepräsident für Forschung, Innovation und Entrepreneurship an der Technischen Universität Nürnberg, verursacht eine Google-Anfrage bis zu zehn Gramm CO2.
Doch gleichzeitig kann KI unmittelbar dazu beitragen, unseren Energieverbrauch effektiv zu senken und damit ökologische Nachhaltigkeit zu fördern. Damit hat sich Prof. Dr. Martin nun in seinem Vortrag „Wie KI Nachhaltigkeit fördern kann“ im Rahmen der Vortragsreihe „KI und Ethik“ im Kloster Speinshart beschäftigt.
So könnten KI-Methoden dazu beitragen, eine effizientere und sparsamere Energieversorgung sicherzustellen, indem sie in die Prozesse selbst eingreift, schaut, dass sie effizienter stattfinden und Daten direkt in die Anwendung und Verwendung kommen, ohne dass sie unnötigerweise in der Welt versendet und wieder zurückgeholt werden. Somit würden die Daten nur dort wo sie gebraucht werden direkt verwendet werden, so Martin. Letztlich liege es auch an den Menschen, wie nachhaltig KI sein kann. So könne viel Energie und CO2 eingespart werden, wenn wir nicht willkürlich und ohne nachzudenken Daten aufnehmen und speichern, so der Professor.
„Wie KI Nachhaltigkeit fördern kann“ war bereits die fünfe Veranstaltung dieser Art. Auf die Idee kam das Kloster laut Abt Hermann Josef Kugler aufgrund des Speinshart Scientific Center, das seinen Sitz im historischen Gebäude, und den vielen ethischen Fragen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Bislang werde die Vortragsreihe „KI und Ethik“, die das Kloster schon seit Ende 2024 veranstaltet, sehr gut von den Besuchern angenommen, so der Abt. Am 26. Februar geht es dann mit dem Thema „KI Care? – Pflegeethische Perspektiven auf KI und Robotik“ weiter.
(km)