Mo., 06.10.2025 , 15:34 Uhr

Waldsassen

Klostergemeinschaft Waldsassen feiert 3-fach-Jubiläum

Festtag in Waldsassen. Die Klostergemeinschaft hat gleich drei Jubiläen auf einmal gefeiert: 30 Jahre Äbtissin Laetitia Fech, 100 Jahre Abteierhebung des Frauenklosters und 160 Jahre Schulbildung in der Abtei Waldsassen.

Äbtissin Laetitia Fech wollte eigentlich nie Äbtissin werden. Eigentlich kam sie als Stickerin ans Kloster in Waldsassen. Sie sollte dort eine Stickerei für Paramente leiten, also für die Verzierungen religiöser Gewänder und Stoffe. Doch es kam anders. Als Äbtissin übernahm sie das Kloster Waldsassen in schwierigen Zeiten und füllte es nach und nach wieder mit Leben.

Zu ihrem 30-jährigen Jubiläum hat die Klostergemeinschaft sie nun feierlich geehrt. Auf die 30 Jahre blickt die Äbtissin am Festtag vor allem mit viel Dankbarkeit zurück. „Ich bin so dankbar für alles, was geworden ist. Wenn man mir das vor 30 Jahre erzählt hätte, hätte ich gesagt: Unmöglich!“, so die Äbtissin.

Ein auf und ab, wie im richtigen Leben“

Aber es sei auch nicht immer leicht gewesen. Als Äbtissin Laetitia Fech die Leitung des Klosters übernahm, übernahm sie auch große Aufgaben: das Kloster war baufällig, Gebäude standen leer. Angetrieben durch ihr Engagement entstanden das Kultur- und Begegnungszentrum, das Gästehaus St. Josef, das Haus St. Gertrud als Wohnheim für Menschen mit Behinderung und der Klostergarten wurde zur Umweltstation.

Die Klosterschwestern kennen das Geheimnis der Äbtissin, wie sie das alles geschafft hat: „Durch ihren unglaublichen Charme!“, ist sich Schwester Sophia sicher. „Damit kann sie alle um den Finger wickeln und von ihren Ideen überzeugen.“

Mehrere Jubiläen gleichzeitig gefeiert

Mit dem Festtag feierten die Waldsassener gleich noch zwei weitere Jubiläen: Erstens, dass das Frauenkloster vor 100 Jahren zur Abtei erhoben wurde. Und zweitens, dass die Abtei seit 160 Jahren Schulbildung anbietet. Ohne das Kloster und die Mädchenschule wäre die Region heute nicht die gleiche, betonen Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Landtagsvizepräsident Tobias Reiß beim Festakt.

Heute ist das Kloster ein kultureller und spiritueller Mittelpunkt der Region in und um Waldsassen. Der Wunsch von Äbtissin Laetitia für die Zukunft: „Dass das Kloster ein lebendiger, pulsierender Ort bleibt. Und, dass neue junge Frauen ins Kloster kommen, um die Fackel weiterzutragen.“

(az)

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17.09.2025 3-fach-Jubiläum im Kloster Das 2. Jubiläum betrifft die Abtei. Vor 100 Jahren ist nämlich das Priorat des Frauenklosters zur Abtei erhoben worden. Damals wurde auch die 1. Äbtissin der Abtei geweiht. Die mittlerweile 4. Äbtissin Laetitia Fech ist zudem jetzt im Herbst 30 Jahre im Amt – das 3. Jubiläum, das gefeiert wird. In ihre Amtszeit fiel unter 05.05.2026 Letzter Tag als Bürgermeister: 24 Jahre Stahl – und kein bisschen rostig Stahl gilt in Tirschenreuth seit Jahren als prägende Figur zahlreicher Projekte. Sein Stellvertreter Peter Gold, der ebenfalls in den Ruhestand ging, erinnerte an Stahls „Greatest Hits“ – darunter die Gartenschau 2013 oder der umfassende Umbau des Marktplatzes. Auch politische Wegbegleiter würdigten seine Arbeit, darunter Ministerpräsident Markus Söder, der in einer Videobotschaft seine Anerkennung aussprach. Besonders 19.03.2026 Entscheidung: Tirschenreuth vor der Stichwahl Am kommenden Sonntag dürfte es in Tirschenreuth also spannend werden. Siegert hofft, die Nachfolge von Franz Stahl antreten zu dürfen. Er sei auch in den Kreistag gewählt worden, sagte er im OTV-Interview. Dies bringe gewisse Vorteile für die Stadt mit sich, wenn er zum Bürgermeister gewählt werde, so Siegert. Hans-Peter Schärl hofft, dass auf die 02.03.2026 Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in Erbendorf Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Themen wie die Entwicklung des Landkreises, die medizinische Versorgung im ländlichen Raum, die Förderung des Ehrenamts und die Zukunft Nordbayerns. Söder betonte die Bedeutung des ländlichen Raums für Bayern und machte deutlich, dass Nordbayern ebenso viel Aufmerksamkeit und Unterstützung wie die Metropolregionen verdiene. Dabei ging es nicht nur um politische