Di., 03.02.2026 , 16:19 Uhr

Falkenberg

Kommunalwahl 2026 (Teil 3): Sind ehrenamtliche Bürgermeister noch zeitgemäß?

Noch immer werden kleine Gemeinden auch in unserer Region von ehrenamtlichen Bürgermeistern geführt. Mit den zunehmenden Aufgaben stellt sich die Frage: Ist das noch zeitgemäß?

Solche Veranstaltungen wie der Besuch von Charlotte Knobloch im November in Moosbach sind die unbestreitbaren Höhepunkte für einen ehrenamtlichen Bürgermeister. Armin Bulenda ist einer von 25 ehrenamtlichen Bürgermeistern im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Sie sind also keine Berufspolitiker, sondern gehen nebenher noch anderen Tätigkeiten nach.

Trotz steigender Herausforderungen und Aufgabenfelder für die Kommunen, sind noch immer viele Kommunen von ehrenamtlichen Bürgermeistern geführt. Hier die genauen Zahlen: Im Landkreis Tirschenreuth gibt es bisher 13 haupt- sowie 13 ehrenamtliche Bürgermeister. Im Landkreis Neustadt an der Waldnaab sind es 13 hauptamtliche und 25 ehrenamtliche, im Landkreis Amberg-Sulzbach 19 hauptamtliche und acht ehrenamtliche sowie im Landkreis Schwandorf 15 haupt- und 18 ehrenamtliche Bürgermeister.

Generell gilt: Kommunen mit mehr als 5000 Einwohnern haben einen Berufs-Bürgermeister. Bei 2500 bis 5000 Einwohnern ist der Bürgermeister auch hauptamtlich aktiv, es sei denn, der Gemeinderat beschließt das Gegenteil. Und bei weniger als 2500 Einwohnern ist der Bürgermeisterposten ein Ehrenamt, aber auch hier kann der Gemeinderat das Gegenteil beschließen. Wie in Falkenberg. Hier wird der Bürgermeister in der nächsten Legislaturperiode hauptamtlich aktiv sein. Der bisherige Bürgermeister Matthias Grundler erklärt das mit vielen anstehenden Projekten. Bisher führte er die Gemeinde im Ehrenamt – mit deutlich mehr als 20 Stunden Zeitaufwand pro Woche.

Hauptamtlicher Bürgermeister kostet Geld

Insgesamt kostet Falkenberg die Umstellung zum hauptamtlichen Bürgermeister 75.000 Euro. Geld, das Pleystein einsparen will, weil die Kassen klamm sind. Die Kommune kehrt zum ehrenamtlichen Bürgermeister zurück.

Auch Armin Bulenda schließt einen Wechsel in Moosbach zum hauptamtlichen Bürgermeister nicht aus. Aber wenn, dann müsse die Entscheidung mit großer Zustimmung im Gemeinderat fallen. Andernfalls wäre die Gefahr einer Neiddebatte sehr groß.

(mz)

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