So., 30.01.2022 , 09:00 Uhr

Etzenricht

Kompensationsspule soll für mehr Stabilität im Stromnetz sorgen

Für mehr Stabilität im Stromnetz – die Bayernwerk Netz GmbH hat eine sogenannte Kompensationsspule ins Umspannwerk in Etzenricht geliefert.

180 Tonnen schwer und 4,5 Millionen Euro teuer – das ist die neue Kompensationsspule, die nun im Umspannwerk Etzenricht angekommen ist. Sie ist eine von insgesamt sieben im Stromnetz der Bayernwerk Netz GmbH. Die Spule erfüllt einen wichtigen Zweck, wie Projektleiter Jan Böhringer vor Ort erklärt: Sie soll für mehr Stabilität im Hochspannungsnetz sorgen.

Konkret beeinflusst die Spule die sogenannte Blindleistung. Diese entsteht automatisch beim Betrieb des Stromnetzes und ist notwendig, um Strom vom Kraftwerk zum Kunden zu transportieren. Allerdings gibt es zwei verschiedene Arten: kapazitive und induktive Blindleistung.

Früher, als Strom vor allem in wenigen großen Kraftwerken produziert wurde, wurde dort automatisch induktive Blindleistung erzeugt. Heutzutage allerdings verlagert sich die Energieerzeugung weg von den großen Kraftwerken hin zu vielen kleinen regenerativen Stromquellen. Dadurch ist mehr kapazitive Blindleistung im Netz. Das ist schlecht, erklärt Jan Böhringer von der Bayernwerk Netz GmbH, denn dadurch werde das Netz instabil. Genau das wird durch die Kompensationsspule verhindert: Sie sorgt dafür, dass die kapazitive Blindleistung kompensiert, also ausgeglichen wird und das Netz stabil bleibt.

Die Spule von der Größe eines Eisenbahnwagons wurde in Südösterreich von Siemens Energy hergestellt und per Zug nach Etzenricht transportiert. Per LKW war das nicht möglich, weil die Brücken um Etzenricht die Belastung durch die 180 Tonnen schwere Spule nicht ausgehalten hätten. Die Spule steht allerdings noch nicht an ihrem finalen Platz, sondern wurde quasi an einem vorübergehenden Standort im Umspannwerk zwischengeparkt. Die Bayernwerk Netz GmbH geht davon aus, sie innerhalb des kommenden Jahres an ihren festen Platz stellen zu können. Dort soll sie dann für die kommenden 30 bis 40 Jahre ihren Dienst leisten.

(az)

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