Mo., 13.06.2022 , 11:49 Uhr

Schwandorf

Kunterbunte Demo in Schwandorf

Die queere Community hat in der Schwandorfer Innenstadt beim Christopher Street Day (CSD) unübersehbar für mehr Akzeptanz demonstriert. Die Teilnehmer warben dabei für mehr Toleranz und wandten sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung.

Die CSD’s Nürnberg, Erlangen, Bayreuth, Neustadt a.d. Waldnaab, Regensburg, Kelheim, Landshut, Bayreuth sowie die Kunterbunt Amberg CSD’s (Amberg, Schwandorf und Sulzbach-Rosenberg) haben dieses Jahr gemeinsam unter dem Motto „Sichtbarkeit schafft Sicherheit“ auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Karl Freller (erster Vizepräsident des bayerischen Landtags sowie Direktor der bayerischen Stiftung Gedenkstätten) übernahm dabei für die CSD’s die Schirmherrschaft, darunter auch in Schwandorf.

„Sichtbarkeit schafft Sicherheit“ war das Lebensmotto der im Februar verstorbenen Dragqueen Uschi Unsinn. Als ein Zeichen des Respekts und der Dankbarkeit, dient das Motto den Christopher Street Days, für Uschi Unsinns politischen und gesellschaftlichen Einsatz für die queere Community.

Täglich würden queere Personen beleidigt, ihnen Gewalt angetan oder angedroht, so die Veranstalter. Diese Diskriminierung finde in der Familie, in der Schule, in der Arbeit, aber auch im beispielsweise im ÖPVN statt. „Nur wenn die Personen sichtbar sind, wie sie sind, hat Vielfalt eine Chance“, so der Grundgedanke der Demonstration.

Aber nicht nur in Deutschland sei diese Sichtbarkeit nötig, sondern auch in Europa und der Welt. So gebe es immer wieder Angriffe auf queere Organisationen und Personen in Sofia (Bulgarien). In Ungarn sei der Versuch unternommen worden, Bildungsprogramme zu Homosexualität und Transgender zu verbieten und das Oberhaupt der russischen Kirche gebe „Schwulen-Paraden“ eine Mitschuld am russischen Angriffskrieg. Die Demonstranten in Schwandorf wollten auch all jenen queeren Menschen eine Stimme geben, die sie in Unterdrücker-Regimen nicht erheben dürfen.

(gb)

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