Mi., 15.04.2026 , 09:16 Uhr

Weiden

Landgericht Weiden: Paukenschlag mit Festnahme

Der angeklagte Mann, der eine Urkunde gefälscht haben soll, um damit an das Erbe seiner ehemaligen Lebensgefährtin zu kommen, ist im Gerichtssaal festgenommen worden. Er soll kurz vor Prozessbeginn Zeugen beeinflusst haben, so Staatsanwalt Matthias Bauer während der Verhandlung. Er stellte dann auch Haftantrag, weil er zudem Verdunkelungsgefahr beim Angeklagten sah. Dem Haftantrag wurde stattgegeben. Vorsitzender Richter Markus Fillinger überbrachte dem Angeklagten und seinem Verteidiger die Nachricht, dass das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft nachgekommen sei.

Der Angeklagte soll, so der Vorwurf laut Anklageschrift, ein Testament selbst verfasst haben, in dem geschrieben steht, dass er der alleinige Erbe seiner verstorbenen Freundin ist. Das Testament war in Druckbuchstaben geschrieben. Die Erklärung des Angeklagten: Aufgrund ihrer schweren Erkrankung habe seine Freundin, die vor 6 Jahren Selbstmord beging, nicht mehr richtig schreiben können. Deshalb habe sie leserlich in Druckbuchstaben geschrieben.

Er selbst bezeichnet sich als unschuldig. Er sehe nicht ein, für etwas bestraft zu werden, was er nicht getan habe. Mit dem Verfassen des Testaments habe er nichts zu tun. Beim Prozess am Landgericht Weiden sind noch 2 weitere Verhandlungstage angesetzt.

(tb)

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