Do., 11.08.2022 , 11:59 Uhr

Nabburg

"Letzte-Hilfe-Kurs": Ein Kurs für das Ende des Lebens

Es geht um Leben und Tod: Beim „Letzte Hilfe Kurs“ des Hospizvereins Schwandorf werden Teilnehmer darauf vorbereitet, wie sie Sterbende auf dem letzten Weg des Lebens begleiten.

Ein Kurs für das Ende des Lebens: Der Hospizverein Schwandorf bietet seit einigen Jahren „Letzte-Hilfe-Kurse“ an. Der Kurs ist in vier Module unterteilt und behandelt alles rund um die Themen Sterben, Tod und Trauer. In erster Linie soll den Teilnehmern Sicherheit im Umgang mit Sterbenden vermittelt werden.

Ich möchte den Teilnehmern mitgeben, dass sie stark werden oder stark gemacht werden. Nicht zu verzweifeln, weil die Trauer eben so groß ist, wenn ich einen Verlust erleide, bin ich manchmal blockiert. Und dieser Kurs ist ein niederschwelliges Angebot für Laien, das also nichts mit Profi zu tun hat, sondern einfach diesen niederschwelligen Umgang `Was kann ich zuhause für meinen Angehörigen tun?`
-Michaela Koller, Koordinatorin Hospizverein Schwandorf e.V.

Sterben, Tod und Trauer sind noch immer Tabuthemen

Während des Kurses wird deutlich, wie viel Gesprächsbedarf bei den Teilnehmern herrscht. Denn jeder von ihnen hat bereits einen Verlust erlitten. Trotzdem sind Sterben, Tod und Trauer in unserer Gesellschaft noch immer Tabuthemen. Angebote wie der „Letzte-Hilfe-Kurs“ sollen dabei helfen, dies zu ändern.

Bei der „Letzten Hilfe“ kann man fast nichts falsch machen

Das Wichtigste beim Umgang mit Sterbenden sei es, für denjenigen da zu sein. Denn falsch machen könne man bei der „Letzten Hilfe“ nichts, außer mit den Menschen am Lebensende keinen Kontakt mehr zu haben. Ihre gesammelten Erfahrungen wollen Michaela Koller und Liselotte Käss an die Teilnehmer weitergeben. Koordinatorin Michaela Koller habe gelernt, dass die Stille am Sterbebett unheimlich wichtig ist: “Diese Stille auszuhalten, weil in dieser Stille so viel passieren kann und mir das für mein persönliches Leben auch sehr viel gibt, diese Abgeklärtheit am Schluss, diese Annahme im Sterbeprozess.”

Die Themen Sterben, Tod und Trauer in der Gesellschaft zu enttabuisieren, – das ist das Ziel des „Letzte Hilfe Kurses“. Denn genauso wie Erste-Hilfe-Kurse sollten Letzte-Hilfe-Kurse zur Normalität zählen.

Die nächsten „Letzte-Hilfe“-Kurse des Hospizvereins Schwandorf beginnen im Herbst. Start ist der 03. September in Schwandorf. Alle Termine und nähere Infos zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Hospizvereins.

(lw)

Hospizarbeit Hospizverein Hospizverein Schwandorf Kurs Kursteilnehmer Letzte Hilfe Letzte Hilfe Kurs Luisa Weinig Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Sterbehilfe Sterben Tabuthemen Tod Trauer

Das könnte Dich auch interessieren

04.07.2025 Tortellini-Fall: Rechtsmediziner bestätigen Zusammenhang mit Tod der 46-jährigen Das Gutachten der Gerichtsmediziner im Schwarzenfelder Tortellini-Fall liegt laut Medienberichten nun vor. Die Erkenntnis: Es bestehe tatsächlich ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr der verdorbenen Tortellini und dem Tod der 46-jährigen Restaurantbesucherin. Das Gutachten wurde zuvor von der Staatsanwaltschaft Amberg in Auftrag gegeben. Im September 2024 sorgte der Tortellini-Fall für großes Aufsehen. Die 46-jährige Frau war 30.04.2026 50 neue Bäume für Schwandorfer Neugeborene gepflanzt Die Stadt Schwandorf hat 50 neue Bäume am Waldspielplatz am Schwandorfer Weinberg gepflanzt. Jeder Einzelne steht symbolisch für ein Kind, das zwischen August 2025 und Februar 2026 geboren wurde. Gleichzeitig feierte die Aktion ihren 10. Geburtstag. Seit ihrem Start im Jahr 2016 sind mehr als 900 Bäume gesetzt worden. Laut Oberbürgermeister Andreas Feller ist die 30.04.2026 Ganztagsbetreuung in neuem Glanz Burglengenfeld hat die Bauarbeiten am Bereich für die Ganztagsbetreuung im Johann-Michael-Fischer-Gymnasium abgeschlossen. Mit der Einweihung konnten die Räumlichkeiten jetzt in den Schulbetrieb eingegliedert werden. Seit 2024 wurde umgebaut und erweitert, für rund 2,5 Millionen Euro. Zwei Gruppenräume, Küche, Büro, Toiletten und mehr wurden dabei in Angriff genommen. Burglengenfeld ist stolz darauf, sämtliche allgemeinbildenden Schulen in 29.04.2026 Freilandmuseum wird barrierefreier Die historische Raiffeisenhalle im Freilandmuseum Oberpfalz ist jetzt auch barrierefrei zugänglich. Für den Anbau der behindertengerechten Rampe hat der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Förderverein 10.000 Euro aus Mitteln des Gewinnsparvereins Bayern dazugegeben um den Bau zu finanzieren. Das Gebäude des Darlehensvereins Floß ist mehr als 125 Jahre alt und steht seit 1993 auf dem Gelände des Freilandmuseums. (db /