Ein mit Munition beladener LKW hat in Grafenwöhr am Mittwochmorgen einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, und Rettungsdiensten ausgelöst. Der 40-Tonner einer Spedition war am Ortseingang von Grafenwöhr in den Graben gerutscht, weil der Fahrer angehalten hatte um sich auf dem Navi zu orientieren.
Das Brisante daran: Der LKW war beladen mit mehreren Paletten scharfer Munition, die für die Bundeswehr bestimmt war.
Etwa 80 Einsatzkräfte waren zur Unfallstelle beordert worden, darunter auch Sprengstoffexperten der Verkehrspolizei Amberg.
Rund um die Einsatzstelle hatte die Feuerwehr das Gebiet um die gefährliche Ladung weiträumig abgesperrt und auch die Bundesstraße 299 für den Verkehr dicht gemacht.
Am späten Vormittag rückte dann die Bundeswehr mit Spezialgerät an, um die Paletten mit den schweren Granaten zu bergen. Mehr als drei Stunden waren die Soldaten damit beschäftigt, die explosive Fracht vom festgefahrenen LKW auf ein eigenes Fahrzeug umzuladen, und dann sicher abzutransportieren.
Für die Bevölkerung im angrenzenden Wohngebiet habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden, so Einsatzleiter Thorsten Fiebinger, Leiter der Polizeiinspektion Eschenbach. Die Ladung sei vorschriftsmäßig gesichert gewesen, so dass die Granaten auch bei einem möglichen Umkippen des LKW nicht beschädigt worden wären.
Bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten ist die B299 bei Grafenwöhr bis in die späten Nachmittagsstunden komplett gesperrt.
(db)