Mo., 01.04.2019 , 12:12 Uhr

Luhe-Wildenau: Luher will Bürgermeister in Spanien werden

Auch das ist Europa: Politisches Engagement über Grenzen hinweg. Der aus Luhe stammende Lehrer Bernhard Feiner kandidiert im spanischen Jávea als Bürgermeister. Der 55-Jährige tritt bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 für die Partei Podemos („Wir können“) an. Als „Zugereister“ ist Bernhard Feiner auf dem Parteitag in Valencia mit 100 Prozent der gültigen Stimmen als Kandidat nominiert worden. Er soll die 27000-Einwohner-Stadt Nahe Alicante an der Costa Blanca behutsam voranbringen.

Bernhard Feiner ist in Luhe im Landkreis Neustadt an der Waldnaab aufgewachsen. 1990 ist er nach Spanien gezogen – der Liebe wegen. Seit 1995 lebt der Urbayer in Jávea, wo er im Nachbarort als Studienleiter der Offiziellen Sprachenschule arbeitet. Jetzt will er sich für seine zweite Heimat auch politisch engagieren.

Er fürchtet, dass das Erbe des historischen Ortes Jávea, seine Schönheit, die hervorragende Landschaft und die malerische Küste der Stadtentwicklung zum Opfer fallen könnte. Dagegen will er mit aller Kraft ankämpfen. Feiner setzt auf konsequenten Umweltschutz, plädiert für ein effizientes öffentliches Verkehrssystem und will in der Tourismus-Region bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Hotellerie und Gastronomie schaffen. Dazu möchte er ein Gütesiegel für Beispielbetriebe einführen. Schließlich wachse die Einwohnerzahl während der Sommersaison auf weit über 100000 an. Das verpflichte.

„Die Wahlen im Mai sind eine großartige Gelegenheit, viele Dinge in der Stadt besser zu machen“, so Bernhard Feiner, der einst in der Oberpfalz schon aktiv gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf vorgegangen ist. Der Erfolg von damals bestätigt das Motto seiner Partei Podemos: „Wir können das schaffen!“ gb
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Bernhard Feiner aus Luhe in seiner Wahlheimat Jávea an der Costa Blanca in Spanien. Als Bürgermeister will er die Schönheit des Touristenortes schützen und die Stadt umweltverträglich und sozial gerecht weiterentwickeln. Foto: Gerhard Beer

(gb)

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