Mi., 08.04.2026 , 17:36 Uhr

Sulzbach-Rosenberg

110 neue Polizeischüler starten Ausbildung in Sulzbach‑Rosenberg

In Sulzbach‑Rosenberg haben rund 110 junge Menschen ihre Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei begonnen – bayernweit sind es 640. Innenminister Joachim Herrmann begrüßte die neuen Anwärter persönlich und machte deutlich, welche Bedeutung sie für die Sicherheit im Freistaat haben.

Rund 110 junge Menschen haben in Sulzbach-Rosenberg ihre Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei begonnen. Bayernweit sind es etwa 640 Anwärterinnen und Anwärter, die im März ihren Weg in den Polizeidienst eingeschlagen haben. Am Mittwoch begrüßte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die neuen Polizeischüler persönlich und gab ihnen einen motivierenden Ausblick auf ihre kommenden Jahre im Dienst.

Bayern bleibt Spitzenreiter bei der Sicherheit

Auch 2025 gilt Bayern als das sicherste Bundesland Deutschlands. Die polizeiliche Kriminalstatistik weist – mit Ausnahme des Corona-Jahres 2021 – den niedrigsten Stand seit 1978 aus: rund 4.090 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Herrmann betonte, dass diese Entwicklung vor allem der guten Ausstattung und dem engagierten Einsatz der bayerischen Polizei zu verdanken sei. Die neuen Nachwuchskräfte sollen dieses Niveau halten und weiter ausbauen.

Zweieinhalb Jahre Ausbildung – und viele Herausforderungen

Die Ausbildung der jungen Polizeimeister-Anwärter dauert zweieinhalb Jahre. Viele von ihnen haben sich bewusst für den Polizeiberuf entschieden – aus Überzeugung, aus Verantwortungsbewusstsein oder aus dem Wunsch heraus, Menschen zu helfen.

Innenminister Herrmann hob in seiner Ansprache hervor, wie wichtig der Polizeidienst für den Freistaat ist. Gleichzeitig machte er deutlich, dass sich die Polizeiarbeit weiter verändern wird. Themen wie Digitalisierung, Cyberkriminalität oder der Umgang mit Drohnen werden für die kommenden Generationen von Polizistinnen und Polizisten eine immer größere Rolle spielen.

Hohe Anforderungen – aber auch große Chancen

Eine erste große Hürde haben alle Anwärter bereits gemeistert: die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung. Nun gilt es, in den kommenden Monaten und Jahren Fachwissen zu vertiefen, Werte zu leben und rechtssicher zu handeln.

Der Leiter der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung, Matthias Messer, erklärte, dass rund 20 Prozent der Auszubildenden ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen. Dennoch sei die Bewerberlage weiterhin gut: Auf eine Stelle kommen aktuell etwa neun Bewerber. Trotz allgemeinem Fachkräftemangel könne die Polizei derzeit noch aus einem großen Bewerberpool auswählen.

Motiviert in die Zukunft

Viele der neuen Polizeischüler blicken mit Respekt, aber auch mit Vorfreude auf ihre Ausbildung. Sie wissen, dass sie künftig Entscheidungen treffen müssen, die weitreichende Konsequenzen haben können. Umso wichtiger ist ihnen eine solide, fundierte Ausbildung – und die Aussicht auf einen Beruf, der Verantwortung, Teamgeist und Sinn verbindet.

(kw)

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