Di., 15.04.2025 , 11:31 Uhr

Kümmersbruck

Baustellenbesuch auf der Westumfahrung Kümmersbruck

Die Westumfahrung von Kümmersbruck ist eines der aufwändigsten Straßenbauprojekte in der Oberpfalz. Seit fast 3 Jahren wird dort gebaut. In etwa vier Jahren soll sie fertig sein. Wir haben uns die Baustelle zeigen lassen.

Viele Diskussionen gab es in der Vergangenheit über die Westumfahrung für die Gemeinde Kümmersbruck. Dringend benötigte Verkehrsentlastung auf der einen – Naturschutz auf der anderen Seite. Seit fast drei Jahren wird nun an dem Mammutprojekt gebaut.
Die Neue Straße wird knapp 6 Kilometer lang, und wird rund 40 Millionen Euro kosten. Etwa 300.000 Kubikmeter Erde werden dafür bewegt.

Die Umfahrung soll die Ortsdurchfahrt von Kümmersbruck entlasten. Die Verkehrsbelastung liege nach Angaben des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach bei etwa 19.000 Fahrzeugen pro Tag. Etwa 12.000 sollen später einmal auf die neue Umgehung verlagert werden.

Eine der wichtigsten Baustellen auf der Trasse ist die Brücke über das Vilstal im Süden Kümmersbrucks. Die Brücke wird mit einer Länge von 132 Metern und rund 7000 Tonnen Gesamtgewicht die größte von insgesamt 8 Brückenbauwerken der Trasse. Rund 5 Millionen Euro betragen die Kosten allein für dieses Teilprojekt.

Die Umgehung ist nach wie vor nicht ganz unumstritten. Vor allem die großen Eingriffe in die Natur bemängeln die Gegner. Neben der Vils ist auch der alte Steinbruch in dem auch der Uhu vorkommt, schützenswertes Gebiet. Die Brücke wird deshalb mit einer Schutzwand ausgestattet.

Laut Stefan Noll, Abteilungsleiter am staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach liege das gesamtte Projekt genau im Soll. Im Augenblick liegen auch die Baukosten etwa 15 Prozent unter dem Plan.

Im Jahr 2028 sollen die ersten Autos dann über die neue Westumgehung Kümmersbruck umfahren können.

(db)

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