Gut ein Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle in Bayern im vergangenen Jahr war auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen, sagt die Statistik. Beim Blitzmarathon 2026 hat die Polizei in 24 Stunden Geschwindigkeitsmessungen bei rund 21.000 Fahrzeugen in der Oberpfalz durchgeführt. Wir waren bei einer Kontrolle dabei.
Vor allem Unfallschwerpunkte auf Landstraßen standen diesmal im Focus der Polizei. Zu hohe Geschwindigkeit ist immer noch einer der häufigsten Unfallursachen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 705 Verkehrsunfälle, bei denen überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich war. Dabei verloren 19 Menschen ihr Leben, weitere 424 Personen wurden verletzt.
Beim Blitzmarathon 2026 waren etwa 200 Beamte an rund 80 Messstellen im Einsatz. Dabei wurden 393 Verstöße mit Verwarnungen oder Anzeigen geahndet.
Laut Polizeidirektion Oberpfalz wurde ein besonders gravierender Verstoß kurz nach Mitternacht auf der B16 bei Walderbach festgestellt: Ein 34-jähriger Fahrzeugführer wurde bei erlaubten 100 km/h mit einer Geschwindigkeit von 181 km/h gemessen. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot von drei Monaten.
Ziel der Aktion war es erneut, die Gefahren und Risiken von Geschwindigkeitsüberschreitungen stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und so langfristig zur Reduzierung schwerer Verkehrsunfälle beizutragen
(db)