Mo., 24.02.2025 , 16:49 Uhr

Schwandorf

CSU holt Direktmandat – AfD legt deutlich zu

Martina Englhardt-Kopf gewinnt das Direktmandat deutlich, die AfD ist überrascht stark, und Marianne Schieder verlässt den Bundestag nach 20 Jahren. So lief die Wahl im Wahlkreis Schwandorf.

Rund 220.000 Bürgerinnen und Bürger waren im Wahlkreis Schwandorf aufgerufen, ihre Stimme für den neuen Bundestag abzugeben. Der Wahlkreis 233 umfasst die Landkreise Schwandorf und Cham sowie die Gemeinden Brennberg und Wörth an der Donau. Martina Englhardt-Kopf (CSU) setzte sich klar gegen ihre Konkurrenten durch und sicherte sich mit 42,2 Prozent der Erststimmen deutlich das Direktmandat. Damit verbessert sie ihr Ergebnis um etwa sieben Prozentpunkte im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl und zieht erneut ins Parlament ein.

SPD verliert Direktmandat nach 20 Jahren

Für die SPD hingegen bedeutet das Wahlergebnis eine erhebliche Zäsur: Marianne Schieder verliert nach knapp zwei Jahrzehnten ihren Sitz im Bundestag. Besonders bemerkbar machte sich ihr Verlust in ihrer Heimatgemeinde Wernberg-Köblitz, wo sie gegenüber der letzten Bundestagswahl rund 14 Prozentpunkte einbüßte. Da Schieder auf der bayerischen SPD-Landesliste lediglich Platz 24 belegte, war ein Wiedereinzug ins Parlament nur über das Direktmandat realistisch möglich. Sie landete jedoch hinter der CSU-Abgeordneten Englhardt-Kopf und überraschend auch deutlich hinter dem AfD-Kandidaten Reinhard Mixl.

AfD erzielt starken Zuwachs, Grüne stabil

Die AfD konnte im Wahlkreis Schwandorf kräftig zulegen. Reinhard Mixl erzielte bei den Erststimmen 27 Prozent, ein Zuwachs von etwa sechs Prozentpunkten gegenüber der letzten Bundestagswahl. Aufgrund des starken AfD-Ergebnisses in Bayern reicht ihm Listenplatz 19 für den Einzug in den Bundestag aus.

Für Bündnis 90/Die Grünen zieht Tina Winklmann zum zweiten Mal in Folge ins Parlament ein. Trotz deutlicher Verluste für die Ampel-Parteien im Vergleich zu 2021 blieben die Grünen mit einem Verlust von nur 1,4 Prozentpunkten vergleichsweise stabil. Winklmann erreichte über Listenplatz sieben erneut den Bundestag.

(pg)

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