Mehr als eine Viertel Milliarde Euro wendet die Bayernwerk Netz GmbH im Jahr 2026 auf, um das Stromnetz in der Oberpfalz fit für die Zukunft zu machen. Das war das Thema eines Treffens im oberpfälzer Zentrallager in Maxhütte-Haidhof. Dazu teilt die Bayernwerk Netz GmbH folgendes mit:
„Neben dem weiteren Ausbau und der Digitalisierung der Netze rücken Sicherheit, Stabilität und Resilienz des Energiesystems noch stärken in den Mittelpunkt. Unser Energiesystem wird größer, dezentraler, komplexer. Es interagiert mit allen Akteuren, die einspeisen, und allen, die beziehen – bei gleichzeitig schnell wachsenden Bedarfen im System. „Neue Berechnungen zeigen, dass sich die Erzeugungsleistung der Erneuerbaren, überwiegend aus Photovoltaik und Windkraft, bis 2045 verdreifachen wird. Gleichzeitig rechnen wir in diesem Zeitraum mit einer Verdopplung des Stromverbrauchs, angetrieben durch E-Mobilität, Wärmepumpen und Rechenzentren“, konkretisierte Peter Ketterl, Leiter Technik Ostbayern. Damit steigen die Anforderungen an die Energieinfrastruktur nochmal enorm.
Welche Voraussetzungen es braucht, um die Herausforderungen meistern zu können, erklärte Dr. André Zorger, Leiter Kommunalmanagement Ostbayern bei der Bayernwerk Netz: „Um die Stabilität und Sicherheit für Bayerns Energiezukunft sicherstellen zu können, braucht es eine geordnete und priorisierte Vergabe von Netzkapazitäten. Die Integration muss sorgsam, technisch sauber und vor allem entlang der Bedarfe des Netzes erfolgen. Hierfür braucht es einen verlässlichen ordnungspolitischen Rahmen.“
Allein in den Versorgungsgebieten der drei oberpfälzischen Kundencenter Parsberg, Schwandorf und Weiden wurde das Netz 2025 um mehr als 299 Kilometer Niederspannungskabel erweitert, im Mittelspannungsnetz kamen etwa 237 Kilometer Kabellänge hinzu. Die Maßnahmen gesamt waren mit 220 Millionen Euro budgetiert. Das Budget für 2026 liegt mit 280 Millionen Euro allein in der Oberpfalz um 27 Prozent höher als im Vorjahr“, so die Pressemitteilung der Bayernwerk Netz GmbH.
(gb)