Do., 18.09.2025 , 13:32 Uhr

Die Folgen eines Waldbrandes

Der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten erstreckt sich vom Hessenreuther Wald, über die Dolomitkuppen des Fränkischen Jura und die Granitausläufer des Oberpfälzer Waldes, bis in die Moore des Weidener Beckens. In der Nähe von Schnaittenbach haben wir Philipp Bahnmüller getroffen, den Betriebsleiter des Forstbetriebs Schnaittenbach. Er hat uns zu einer Stelle geführt, an der es im Juni dieses Jahres gebrannt hat.

Auf knapp 1.000 Quadratmeter, also eher punktuell. Das Feuer wurde damals durch die Luftüberwachung schnell entdeckt und dementsprechend früh unter Kontrolle gebracht. Und genau das seien bislang auch die Waldbrände, mit denen wir uns in der Oberpfalz befassen müssten. Kleine und begrenzte Brände, die in der Form kein allzu großes Problem darstellen.

„Wir hatten noch kein großes Feuer, aber diese Art von Bränden sind im Sommer inzwischen nichts mehr außergewöhnliches. Meistens hat es mit menschlichen Handeln zu tun. Die berühmte Zigarettenkippe oder unsachgemäß entsorgte Grillkohle.“

Eine genaue Statistik wie viele Brände auf welcher Fläche dieses Jahr aufgetreten sind, führe der Forstbetrieb Schnaittenbach nicht. Was aber feststeht: Die Zahl der Brände ist in den vergangenen Jahren durch die vermehrte Trockenheit deutlich gestiegen.

Die Folgen von einem solchen Brand müssen aber nicht zwingend negativ sein. Solange die Schäden an den Bäumen nur äußerlich sind und für die Pflanzen und Sträucher auf dem Boden kann der Brand sogar positive Auswirkungen haben.

„Hier haben wir einen Standort der relativ nährstoffarm und von Sand geprägt ist. Wenn jetzt der Humus der sich hier auf dem Boden sammelt und sich eigentlich nur sehr langsam zersetzt, durch ein Feuer sehr schnell umgesetzt wird, wirkt das für den Boden wie Dünger.“, erklärt Philipp Bahnmüller.

Das zeigt sich auch gut an einer zweiten Brandstelle in der Nähe von Freudenberg, die uns der Betriebsleiter des Forstbetriebs Schnaittenbach zeigt. Dort habe man zwar die betroffenen Bäume fällen müssen, weil sie auch tiefergehenden Schaden genommen hatten, die restliche Vegetation hat sich aber inzwischen selbstständig regeneriert. Drei Jahre ist das Feuer her und inzwischen erinnern nur noch vereinzelt verkohlte Baumstümpfe an den Brand.

„Man sieht hier sehr schön, dass sich die Baumarten die hier rundherum stehen verjüngt haben. Sie haben natürlich ausgesamt und wachsen jetzt hier.“

Ein Eingreifen des Forstbetriebs sei hier nicht nötig, das regelt die Natur von ganz allein.

Abschließend lässt sich also sagen: Waldbrände sind in der Oberpfalz noch kein großes Problem. Die zunehmende Trockenheit erhöht aber auch bei uns die Gefahr. Ein Mittel dem gegenzusteuern ist der Waldumbau, weil Laubbäume mehr Schatten spenden und dadurch der Waldboden langsamer austrocknet. Das dauert aber natürlich. Für den Moment ist schon viel geholfen, wenn sich im Wald jeder achtsam verhält.

(ac)

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